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Banken werden wegen teurer Basiskonten abgemahnt


Sechs Institute betroffen  

Banken werden wegen teurer Basiskonten abgemahnt

20.09.2016, 15:37 Uhr | AFP

Banken werden wegen teurer Basiskonten abgemahnt. Auch die Deutsche Bank wurde wegen zu hoher Gebühren für ihr Basiskonto abgemahnt. (Quelle: Picture Alliance / NurPhoto)

Auch die Deutsche Bank wurde wegen zu hoher Gebühren für ihr Basiskonto abgemahnt. (Quelle: Picture Alliance / NurPhoto)

Die Verbraucherzentralen haben mehrere Banken abgemahnt, weil sie zu hohe Gebühren für ihre Basiskonten verlangen. Betroffen sind laut dem Bundesverband (vzbz) sechs Institute. Ausgerechnet die Ärmsten werden bei dem "Konto für Jedermann" zur Kasse gebeten.

Banken dürfen für das Basiskonto laut Gesetz nur "angemessene und marktübliche Entgelte" verlangen.

Seit dem 19. Juni haben alle Menschen in Deutschland das Recht auf ein Konto mit grundlegenden Funktionen. Alle Banken sind seitdem verpflichtet, sogenannte Basiskonten anzubieten. Dabei handelt es sich um ein Konto meist ohne Kreditrahmen, das die Nutzung der grundlegenden Zahlungsdienste ermöglicht - also Ein- und Auszahlungen, Lastschriften, Überweisungen und Zahlungskarten.

Teurer als herkömmliche Konten

Die Verbraucherschützer monierten nun nach einem "stichprobenhaften Vergleich", dass Basiskonten oftmals teurer seien als herkömmliche Konten. In manchen Fällen müssten zudem Kunden auch dann einen hohen Grundpreis zahlen, wenn sie ihr Basiskonto online führen.

Der Verband mahnte fünf Banken und eine Sparkasse ab: die Deutsche Bank, die Postbank, die Targobank, die Sparkasse Holstein, die Volksbank Karlsruhe und die BBBank. Bei der Deutschen Bank und der Targobank kritisieren die Verbraucherschützer laut Bericht der "Süddeutschen Zeitung" den hohen monatlichen Grundpreis.

Extrazahlungen für Leistungen

Bei der Deutschen Bank kostet ein Basiskonto 8,99 Euro im Monat inklusive "belegloser" Überweisungen, wie das Institut erklärte. Die Targobank verlangt für ihr Basiskonto 8,95 Euro. Das vergleichbare Komfort-Konto ist demnach genauso teuer. Erst ab einem Gehaltseingang von 2000 Euro im Monat wird es günstiger.

Enthalten seien unter anderem auch zehn Überweisungen oder Barauszahlungen in der Filiale, betonte die Sprecherin. "Andere Anbieter nehmen teilweise geringere Grundgebühren, lassen sich dafür aber Leistungen wie Überweisungen, das Ausgeben einer Girocard oder den Druck von Kontoauszügen extra bezahlen."

Angebote müssen sich am Nutzerverhalten orientieren

Dies ist laut "SZ" bei der Postbank, der Volksbank Karlsruhe und der BBBank der Fall - und, zusätzlich zur hohen Grundgebühr, auch bei der Deutschen Bank. Überweisungen auf dem Papierweg kosten dort extra. Bei fünf solcher Überweisungen im Monat müsse der Kunde insgesamt 16 Euro zahlen, kritisieren die Verbraucherschützer dem Bericht zufolge.

Laut "Wirtschaftswoche" hat die Volksbank Karlsruhe bereits reagiert, das monatliche Entgelt für ihr Basiskonto gesenkt und an die Konto-Variante "Komfort-Konto" angepasst. Das bedeute, dass das Basiskonto jetzt 5,90 Euro statt bisher 7,90 Euro kostet.

Bei der Sparkasse Holstein bemängelte der vzbv laut "SZ", dass es kein Basiskonto für Kunden gibt, die ihre Bankgeschäfte online erledigen. Dies verstoße gegen die gesetzliche Vorgabe, dass sich die Angebote am Nutzerverhalten orientieren müssen, erklärten die Verbraucherschützer demnach.

"Tendenziell mehr Beratung"

"Basiskonten sollten vor allem Verbrauchern, die wenig Geld haben, den Zugang zu bargeldlosem Zahlungsverkehr ermöglichen", sagte vzbv-Finanzexpertin Christina Buchmüller dem Blatt. "Dieser Zweck wird unterlaufen, wenn Verbraucher gerade für Basiskonten mehr zahlen müssen als andere Kunden für vergleichbare Konten."

Buchmüller sieht einen Grund darin, dass Basiskonten-Kunden "tendenziell mehr Fragen haben und mehr Beratung brauchen als andere". Bei Flüchtlingen könnten Probleme bei der Verständigung hinzukommen. Die Banken verdienten mit diesen Kunden in der Regel kein Geld, etwa weil diese wegen des hohen Ausfallrisikos meist keinen Kredit erhalten.

"Absurd" hohe Gebühren

Die Verbraucherschützer forderten die sechs abgemahnten Banken auf, eine strafbewehrte Unterlassungserklärung abzugeben. Wenn die Geldinstitute dies nicht tun, wird der vzbv sie möglicherweise verklagen.

Die FMH-Finanzberatung in Frankfurt hatte bereits Ende Juni die Basiskonten von 105 Banken untersucht und "teils absurd" hohe Gebühren festgestellt. Zahlreiche Institute verlangten 9,50 Euro pro Monat, eines wollte sogar 9,90 Euro.

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