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Vermögensstudie: "Die fetten Jahre" sind vorbei


Deutschland weit weg von Top 10  

Vermögensstudie: "Die fetten Jahre" sind vorbei

23.09.2016, 10:44 Uhr | dpa, t-online.de

Vermögensstudie: "Die fetten Jahre" sind vorbei. Das weltweite Geldvermögen wächst weiter. (Quelle: dpa)

Das weltweite Geldvermögen wächst weiter. (Quelle: dpa)

Die Menschen rund um den Globus haben immer größere Geldvermögen - das Wachstum hat sich hingegen im vergangenen Jahr deutlich verlangsamt. Deutschland schafft es beim Pro-Kopf-Vermögen gerade so unter die besten 20.

Das geht aus der Allianz-Studie "Global Wealth Report" hervor, die am Mittwoch vorgestellt wurde.

Danach stieg das Brutto-Geldvermögen der privaten Haushalte um 4,9 Prozent auf den Rekordwert von 155 Billionen Euro. In den drei Jahren zuvor lag der Zuwachs im Schnitt jährlich noch bei neun Prozent. Die "fetten Jahre" scheinen erst einmal vorbei zu sein, sagte Allianz-Chefvolkswirt Michael Heise.

Unangefochtener Spitzenreiter unter den mehr als 50 untersuchten Ländern ist weiter die Schweiz mit einem Brutto-Geldvermögen von 260.800 Euro pro Kopf im vergangenen Jahr. Auch nach Abzug der Schulden liegen die Schweizer mit netto 170.590 Euro vorn.


Weitere interessante Grafiken finden Sie bei Statista.

Deutsche vorsichtig bei Geldanlagen

Deutschland rangiert mit 67.980 Euro pro Kopf brutto weltweit auf Platz 20.Die Allianz bezeichnete dies als "enttäuschend". Grund ist der Studie zufolge vor allem die vorsichtige Anlagestrategie der eher börsenscheuen Deutschen.

Trotz Minizinsen steckt ein großer Teil des Geldes hierzulande in Bankeinlagen sowie Versicherungen und Pensionen. Netto rangiert Deutschland auf Rang 18, weil sich die Haushalte trotz des Zinstiefs mit der Aufnahme von Krediten zurückhielten.

In der Vergangenheit hatte vor allem der von der Billiggeldschwemme großer Notenbanken beflügelte Börsenboom für kräftige Zuwächse gesorgt. Inzwischen hätten die Kursschwankungen an den Aktienmärkten aber spürbar zugenommen. "Offensichtlich verliert die extrem expansive Geldpolitik auch als Treiber der Wertpapierpreise langsam an Wirkung", sagte Heise.

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