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Schäden durch Fremdenhass: BDA-Präsident Kramer warnt


Fremdenhass wird zum Problem  

BDA-Präsident warnt vor Schäden für die Wirtschaft

24.09.2016, 08:45 Uhr | AFP , rtr

Schäden durch Fremdenhass: BDA-Präsident Kramer warnt. Ingo Kramer ist seit 2013 BDA-Präsident. (Quelle: imago images)

Ingo Kramer ist seit 2013 BDA-Präsident. (Quelle: imago images)

Arbeitgeberpräsident Ingo Kramer hat vor Schäden für die deutsche Wirtschaft gewarnt, sollte die Ausländerfeindlichkeit in Deutschland weiter um sich greifen. "Es ist noch gar nicht so lange her, dass wir im Ausland für unsere Willkommenskultur gefeiert wurden. Das ändert sich gerade. Jetzt zeigt sich ein anderes Bild", sagte Kramer der "Passauer Neuen Presse".

"Wenn nachhaltig der Eindruck entsteht, dass der Fremdenhass stärker ist als die Willkommenskultur, wird das ein großes Problem", sagte der Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA). "Das könnte unter anderem dazu führen, dass das Image deutscher Produkte leidet und die Investitionsbereitschaft zurückgeht."

"Das ist unerträglich" 

Kramer bemängelte in diesem Zusammenhang die "Verrohung der Sprache" insbesondere in der Politik. "Leider äußern sich Politiker heute gegenüber Flüchtlingen und Fremden in einer Weise, die ihnen vor einiger Zeit peinlich gewesen wäre. Das ist unerträglich", sagte der BDA-Chef.

Vielleicht glaubten manche Politiker, dass die Bürger bei den etablierten Parteien blieben, wenn sie sich mit scharfen Worten über Flüchtlinge äußerten. "Aber das Gegenteil ist der Fall. Wer gegen Fremde ist, sucht sich das Original und nicht die Kopie", sagte Kramer mit Blick auf die Wahlerfolge der rechtspopulistischen AfD. "Man gräbt der AfD nicht das Wasser ab, indem man argumentiert wie sie."

Auch Regierung spricht von "sehr ernster Bedrohung" 

Auch die Bundesregierung hat sich in ihrem jüngsten Bericht zur Deutschen Einheit besorgt über die Zunahme fremdenfeindlicher und rechtsextremistischer Gewalt in den ostdeutschen Bundesländern gezeigt. Diese sei eine "sehr ernste Bedrohung für die gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung".

Die rechtspopulistische AfD hat bei den jüngsten Landtagswahlen zweistellige Erfolge erzielt und ist in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern zweitstärkste Kraft. Auch bundesweit legt sie weiter zu.

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