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VW-Abgasskandal: Martin Winterkorn soll von Vertuschung gewusst haben


VW-Abgasskandal  

Winterkorn soll von Vertuschung gewusst haben

25.09.2016, 11:09 Uhr | t-online.de, dpa

VW-Abgasskandal: Martin Winterkorn soll von Vertuschung gewusst haben. Ex-VW-Chef Martin Winterkorn soll gebilligt haben, dass den Amerikanern im Abgas-Skandal zunächst nicht die volle Wahrheit gesagt wurde. (Quelle: dpa)

Ex-VW-Chef Martin Winterkorn soll gebilligt haben, dass den Amerikanern im Abgas-Skandal zunächst nicht die volle Wahrheit gesagt wurde. (Quelle: dpa)

Der ehemalige Volkswagen-Chef Martin Winterkorn soll bereits Monate vor dem Bekanntwerden des VW-Abgasskandals von den Manipulationen erfahren haben. Das meldet die "Bild am Sonntag" (BamS) unter Bezug auf geheime VW-Dokumente.

Demnach wurde Winterkorn am 27. Juli 2015 von Mitarbeitern informiert. In einem auf den 30. Juli datierten Dokument werde ein Treffen mit einem US-Vertreter angekündigt. Dabei sollte die "Problematik" mit den Diesel-Motoren aber nur "teilweise" offengelegt werden. Dieses Vorgehen sei am 28. Juli "von Prof. Winterkorn bestätigt" worden.

Die "BamS" schreibt weiter, Winterkorn habe sich dazu auf Anfrage nicht äußern wollen. Der von VW beauftragten Anwaltskanzlei Jones Day habe er jedoch gesagt, es sei ihm damals nicht klar gewesen, dass es sich um kriminellen Betrug handele. Sonst hätte er hart durchgegriffen.

VW wusste bald, dass es nicht einfach werden würde

Das angekündigte Treffen habe dann Anfang August stattgefunden. Die VW-Mitarbeiter hätten dabei zugegeben, dass die betroffenen Diesel-Fahrzeuge "nicht den gesetzlichen Anforderungen entsprechen" - aber nicht, dass dahinter Absicht steckte. Es sei von den Amerikanern "wohlwollend" zur Kenntnis genommen worden, dass Volkswagen an einer Verbesserung der Motor-Software arbeite.

Den VW-Verhandlern war aber schon damals klar, dass die Sache damit nicht vom Tisch ist. Sie vermerkten, dass mit "Gegenwind vom technischen Personal" zu rechnen sei. Und tatsächlich musste Volkswagen den Skandal vor fast genau einem Jahr öffentlich machen und steckt seither in einer tiefen Krise.

VW sucht den rauchenden Colt

Bei der Sitzung des VW-Aufsichtsrats am Freitag hatte Jones Day über den aktuellen Stand berichtet. Auch fast ein Jahr nach dem Beginn der Ermittlungen sei etwa keine E-Mail, Protokollnotiz oder sonstige Handhabe aufgetaucht, die die Firmenspitze handfest belasten würde, hieß es am Sonntag aus dem Umfeld des Kontrollgremiums.

Das befriedige bei der Suche nach Verantwortung natürlich nicht, hieß es - aber es sei nun einmal der Stand der Dinge. Immer mehr dränge sich damit die Frage auf, warum das interne Kontrollsystem bei VW derart versagte und sich der Abgasbetrug jahrelang fortsetzen konnte.

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