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IWF: USA und Brexit bremsen Weltwirtschaft


"Wachstum schon zu lange zu niedrig"  

USA und Brexit bremsen laut IWF die Weltwirtschaft

04.10.2016, 20:39 Uhr | rtr, dpa, AFP

IWF: USA und Brexit bremsen Weltwirtschaft. Wachstum ja, aber zu langsam: Der IWF blickt mit Sorge auf die Entwicklung der Weltwirtschaft. (Quelle: dpa)

Wachstum ja, aber zu langsam: Der IWF blickt mit Sorge auf die Entwicklung der Weltwirtschaft. (Quelle: dpa)

Der Internationale Währungsfonds traut der Weltwirtschaft weiter keine großen Sprünge zu. "Der aktuelle Ausblick bleibt gedämpft", erklärte der IWF im neuen "World Economic Outlook". Vor allem die USA und der Brexit drücken demnach auf das weltweite Wachstum.

Die Brexit-Entscheidung vom Juni bewertet der Fonds in seinem in Washington veröffentlichten Konjunkturausblick als Teil einer globalen Bewegung zugunsten wirtschaftlicher Abschottung. Beim Handel "die Uhr zurückzudrehen" würde aber "die derzeitige Flaute der Weltwirtschaft nur verstärken und vertiefen".

Protektionistische Maßnahmen zunehmend populär

Die zunehmende Popularität protektionistischer Programme zeige sich auch im US-Präsidentschaftswahlkampf. Solche Tendenzen könnten aber Unternehmen dazu veranlassen, sich mit Investitionen zurückzuhalten und so die Schaffung neuer Jobs zu begrenzen, so der IWF.

Der republikanische US-Präsidentschaftskandidat Donald Trump hat angekündigt, sämtliche von den USA abgeschlossenen Handelsabkommen neu verhandeln zu wollen. Die Demokratin Hillary Clinton positionierte sich ihrerseits gegen das bereits fertig ausgehandelte TPP-Abkommen mit elf Staaten aus dem pazifischen Raum.

Trotz dieser Risiken halten die Washingtoner Experten an ihren bisherigen Prognosen für das globale Wachstum fest. Wie bereits in einer vorherigen Schätzung vom Juli sagen sie ein Wachstum der Weltwirtschaft im laufenden Jahr um 3,1 Prozent und im kommenden Jahr um 3,4 Prozent voraus.

"US-Wachstum hat enttäuscht"

Für die USA zeigte sich der IWF dagegen skeptischer als noch im Juli. Der Fonds senkte seine Wachstumsprognose für die größte Volkswirtschaft der Welt für 2016 auf 1,6 von 2,2 Prozent und für 2017 auf 2,2 von 2,5 Prozent. "Das US-Wachstum hat 2016 enttäuscht", sagte IWF-Chefökonom Maurice Obstfeld.

Obstfeld forderte mehr Impulse der Politik, um Wachstum zu fördern. Wichtig seien Reformen am Arbeitsmarkt und der Abbau von Handelsbarrieren. "Das Wachstum ist schon zu lange zu niedrig." Zudem komme in vielen Ländern der Erfolg der Wirtschaftserholung bei zu wenigen Menschen an. Dies führe dazu, dass in einigen reicheren Staaten Globalisierungsgegner Zulauf hätten. Das Anti-EU-Referendum in Großbritannien sei ein Beispiel dafür.

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