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Kaiser's Tengelmann könnte gerettet sein


Einigung bei Krisengipfel  

Kaiser's Tengelmann könnte gerettet sein

06.10.2016, 18:26 Uhr | rtr

Kaiser's Tengelmann könnte gerettet sein. Kaiser's-Tengelmann-Filiale in Berlin. (Quelle: Reuters)

Kaiser's-Tengelmann-Filiale in Berlin. (Quelle: Reuters)

Der Krisengipfel für die Supermarktkette Kaiser's Tengelmann hat offenbar einen entscheidenden Durchbruch erzielt: Die Chefs der anderen Ketten wollen ihre Klage gegen die Ministerialerlaubnis für die Übernahme zurückziehen.

Die Chefs der großen Supermarktketten verständigten sich der Gewerkschaft Verdi zufolge auf das Ziel, die Ministerialerlaubnis für die Komplett-Übernahme der Kette durch Branchenprimus Edeka doch noch umzusetzen. Edeka kann die Kette damit übernehmen. Die Edeka-Konkurrenten Rewe, Norma und die Handelskooperation Markant sollen ihre juristischen Beschwerden gegen die Erlaubnis zurückziehen und den Weg dafür frei machen.

Erhalten die Konkurrenten Kompensationen?

Bis zum 17. Oktober solle eine einvernehmliche Einigung erzielt werden, teilte Verdi mit. Rewe, Norma und Markant dürften in den weiteren Gesprächen bis zu diesem Termin noch auf Kompensationen für ihre Zugeständnisse setzen. Alle Seiten hätten Stillschweigen bis zum 18. Oktober vereinbart.

Für Kaiser's Tengelmann zeichnet sich damit eine Rettung in letzter Sekunde ab. Eigentümer Karl-Erivan Haub hatte für die Zukunft der Kette mit rund 15.000 Beschäftigten ein Ultimatum bis Freitag um Mitternacht gestellt und mit der Zerschlagung gedroht. Diese Frist ist nun vom Tisch.

Haub will Kaiser's Tengelmann an Edeka verkaufen. Die Transaktion wurde zwar vor zwei Jahren besiegelt, doch die Umsetzung steht durch die Klagen der Konkurrenten auf der Kippe. Das Kartellamt legte sein Veto ein, im März hebelte Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel dieses nach langer Prüfung aus.

Das Oberlandesgericht Düsseldorf hatte die sogenannte Ministerialerlaubnis dann aber auf Eis gelegt - Rewe, Markant und Norma hatten erfolgreich gegen sie geklagt. Ziehen sie nun ihre Beschwerden zurück, kann Kaiser's Tengelmann doch noch an Edeka gehen. Ansonsten wird der Fall am 16. November neu verhandelt.

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