Sie sind hier: Home > Finanzen > Unternehmen >

Fraport erhält hohe Millionen-Entschädigung von den Philippinen


Aktienkurs steigt  

Fraport erhält Millionen-Entschädigung von den Philippinen

11.10.2016, 18:50 Uhr | rtr

Fraport erhält hohe Millionen-Entschädigung von den Philippinen. Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport wird von den Philippinen für eine Enteignung entschädigt.  (Quelle: imago images)

Der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport wird von den Philippinen für eine Enteignung entschädigt. (Quelle: imago images)

Fraport streicht wegen der Enteignung eines Flughafenbaus auf den Philippinen nach langem Rechtsstreit knapp eine viertel Milliarde Euro ein: Der Frankfurter Flughafenbetreiber erhalte von den Philippinen Schadenersatz in Höhe von 270 Millionen US-Dollar (umgerechnet gut 240 Millionen Euro), teilte das Unternehmen mit.

Die Zahlung werde sich auf den Jahresgewinn des Konzerns positiv auswirken. Im Gegenzug verzichte Fraport auf alle weiteren Ansprüche aus der rechtlichen Auseinandersetzung.

Terminal in Manila enteignet

Der Beginn der Geschichte reicht zwei Dekaden zurück. Im Jahr 1997 hatte die philippinische Betreibergesellschaft Piatco, an der Fraport mit 30 Prozent beteiligt war, Verträge mit der Regierung in Manila geschlossen, nach denen ein neues Terminal am Flughafen der Hauptstadt errichtet und betrieben werden sollte.

Nach der Fertigstellung 2002 erklärte die neu gewählte Regierung den Kontrakt für ungültig und enteignete Piatco. Seitdem stritt Fraport um eine Entschädigung. Vor einem Jahr hatte der oberste Gerichtshof der Philippinen Piatco 510 Millionen Dollar Entschädigung zugesprochen.

Der überraschende Geldsegen kommt für Fraport zum richtigen Zeitpunkt: Aufgrund der Anschläge in einigen Ländern wird die Passagierzahl in Frankfurt erstmals seit sieben Jahren sinken. Die Fraport-Aktie drehte nach der Nachricht über die Zahlung ins Plus und notierte drei Prozent höher.

Rückzahlung an den Bund

Die Entschädigung von über 240 Millionen Euro fließt aber nicht Eins zu Eins in die Kassen von Fraport. Der Konzern müsse bis zu 40 Millionen Euro an den Bund zurückzahlen. Der hatte über eine Exportversicherung für die Investitionen gebürgt und Fraport teilweise entschädigt.

Der verbleibende Betrag werde sich auf die Gewinnhöhe in diesem Jahr positiv niederschlagen. Bislang erwartet Fraport-Chef Stefan Schulte für 2016 ein Betriebsergebnis von 850 bis 880 Millionen Euro nach 848,8 Millionen Euro im Vorjahr. Genaueres über die finanziellen Auswirkungen werde das Unternehmen in etwa einem Monat mit dem Quartalsergebnis veröffentlichen, sagte ein Konzernsprecher.

Ob gleichzeitig auch die Dividende erhöht werde, werde der Aufsichtsrat zu gegebener Zeit entscheiden. Bislang stellt das Unternehmen mit 21.000 Mitarbeitern für 2016 wie im Vorjahr eine Ausschüttung von mindestens 1,35 Euro je Aktie in Aussicht.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Erstellen Sie jetzt 100 Visiten- karten schon ab 9,99 €
von vistaprint.de
myToysbonprix.deOTTOUlla Popkenamazon.deLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal