Sie sind hier: Home > Finanzen > Unternehmen >

VW-Chef Matthias Müller: Darum bekommen Amerikaner zu Recht mehr


Entschädigungen im Dieselskandal  

VW-Chef: Darum bekommen Amerikaner zu Recht mehr

20.11.2016, 14:52 Uhr | dpa, t-online.de

VW-Chef Matthias Müller: Darum bekommen Amerikaner zu Recht mehr. Volkswagen-Konzernchef Matthias Müller stellt am Freitag die Pläne für den Abbau von Arbeitsplätzen und den Weg in die Elektromobilität vor. (Quelle: dpa)

Volkswagen-Konzernchef Matthias Müller stellt am Freitag die Pläne für den Abbau von Arbeitsplätzen und den Weg in die Elektromobilität vor. (Quelle: dpa)

Der Chef des größten deutschen Autobauers legt sich mit seiner Kundschaft an. In einem Rundumschlag in der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" (FAS) sieht VW-Chef Matthias Müller nicht ein, warum vom Dieselskandal betroffene Kunden in der Europäischen Union ähnlich entschädigt werden sollten wie in den USA.

Mit harschen Worten wehrte sich der Vorstandsvorsitzende von Volkswagen darüber hinaus auch gegen Vorwürfe, die deutsche Autoindustrie habe die Elektromobilität verschlafen. Besonders den Autofahrern in Deutschland warf er dabei inkonsequentes Verhalten vor.

Ausgangslage "völlig unterschiedlich"

Aber zunächst zum Dieselskandal: Matthias Müller verteidigte gegenüber der FAS die VW-Linie, ihre Kunden in Europa und Deutschland nicht mit ähnlichen Summen zu entschädigen wie in Amerika. Man könne das nicht über einen Kamm scheren, "die Ausgangssituation ist völlig unterschiedlich“.

Seine Begründung: "Den Kunden in Europa entsteht ja kein Nachteil, weder beim Verbrauch noch bei den Fahreigenschaften. Und wenn ich das anfügen darf", so Müller weiter: "Auf der einen Seite kritisieren viele die amerikanische Gesetzgebung in anderen Zusammenhängen, siehe TTIP. Wenn es aber darum geht, selbst Vorteile daraus zu ziehen, scheint das amerikanische Recht auf einmal der richtige Weg zu sein."

"Es mangelt nicht am Angebot ..."

Eine ähnliche Inkosequenz lastet Müller seiner potentiellen Kundschaft auch beim Thema E-Mobilität an: "Auf der einen Seite denken und handeln viele Deutsche im Alltag grün, wenn es aber um E-Mobilität geht, haben wir als Verbraucher spitze Finger. So ganz habe ich dieses paradoxe Phänomen noch nicht verstanden."

Er wies die bekannten Vorwürfe gegen die gesamte Branche in Deutschland zurück: "Die Autoindustrie hat da nichts verschlafen. Am Angebot mangelt es nicht, sondern an der Nachfrage."

E-Mobilität spielt auch im VW-"Zukunftspakt", den Vorstand und Betriebsrat vorgestellt hatten, eine zentrale Rolle. Der vom Dieselskandal schwer gebeutelte Autobauer solle "auch im Bereich Elektromobilität zum weltweit führenden Volumenhersteller" werden, hieß es in einem internen Informationsschreiben an die Mitarbeiter.


Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
15,- € Gutschein für Sie - nur bis zum 22.09.2019
bei MADELEINE

shopping-portal