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Air Berlin: Eithad päppelt mit Niki-Kauf angeschlagene Airline auf


Geldsegen von Eithad zur rechten Zeit  

Scheichs päppeln erneut angeschlagene Air Berlin auf

05.12.2016, 15:38 Uhr | rtr

Air Berlin: Eithad päppelt mit Niki-Kauf angeschlagene Airline auf. Air Berlin verkauft Teile der Tochter Niki an Etihad. (Quelle: Picture Alliance / APA / picturedesk.com)

Air Berlin verkauft Teile der Tochter Niki an Etihad. (Quelle: Picture Alliance / APA / picturedesk.com)

Air Berlin füllt mit dem Teilverkauf der Tochter Niki an Großaktionär Etihad die leeren Firmenkassen. Air Berlin trennt sich von 49 Prozent an der österreichischen Fluglinie und erhält dafür 300 Millionen Euro von Etihad, wie die beiden Unternehmen mitteilten.

Die Transaktion werde einen positiven Effekt auf das Finanzergebnis der Berliner haben. Allerdings stehe die Genehmigung der Wettbewerbsbehörden noch aus.

Die im Ölemirat Abu Dhabi sitzende Etihad hält 29 Prozent an Air Berlin und hat diese bislang bei Geldnot stets wieder aufgepäppelt. Der Preis von 300 Millionen für knapp die Hälfte der Niki-Anteile erscheint Experten zufolge hoch, da Air Berlin selbst an der Börse insgesamt nur 68 Millionen Euro wert ist.

Geldregen kommt gerade rechtzeitig

Vor einigen Jahren etwa verkauften die Berliner ihr Vielfliegerprogramm Topbonus an Etihad, auch das zu einem sehr hohen Preis.

Der Geldregen kommt gerade rechtzeitig, da Air Berlin zum Beginn der verkehrsschwachen Wintersaison sämtliche Finanzreserven aufgezehrt hat. Das Eigenkapital ist negativ, der Schuldenberg summiert sich auf eine Milliarde Euro. Und die Verluste türmen sich weiter auf, allein für die ersten neun Monaten kam unter dem Strich ein Minus von 317 Millionen Euro zusammen.

Neuausrichtung auf Langstrecke

In der Flugbranche gilt, dass die hohen Erträge aus der Sommer-Hochsaison die Verluste im mauen Winter ausgleichen müssen.

Mit dem Teilausstieg bei Niki treibt Air Berlin die im Herbst angekündigte Neuausrichtung auf das Langstreckengeschäft voran. "Mit der Transaktion vereinfachen wir unser Geschäftsmodell, machen uns unabhängiger von saisonalen Flugzielen und verbessern unsere finanzielle Situation", sagte Airline-Chef Stefan Pichler.

Dazu übertrage Air Berlin einen Teil ihrer Mittelmeerflüge an Niki. Als Teil des Deals nimmt auch die neue Ferienfluglinie von Etihad und Tuifly aus Hannover Gestalt an. Etihad werde sein Aktienpaket an Niki in diese Airline einbringen und ein Viertel der Anteile erhalten. Der neue Verbund soll insgesamt gut 60 Flugzeuge stark werden, 20 von der Air-Berlin-Tochter Niki und 40 von Tuifly. Der Erstflug soll im April abheben.

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