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Wirtschaft: Monte dei Paschi bekommt von EZB nicht mehr Zeit


Wirtschaft  

Monte dei Paschi bekommt von EZB nicht mehr Zeit

09.12.2016, 21:38 Uhr | dpa-AFX

(neu: Stellungnahme der Bank, VR-Treffen am 11. Dezember)

ROM (dpa-AFX) - Die angeschlagene italienische Traditionsbank Monte dei Paschi hat laut einem Medienbericht von der Europäischen Zentralbank (EZB) nicht mehr Zeit für die Beschaffung von frischem Kapital bekommen. Dies berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg am Freitag und berief sich dabei auf informierte Quellen. Das Geldhaus hatte bei der EZB eine Verlängerung der Frist für die Erfüllung des Rettungsplans bis zum 20. Januar 2017 beantragt. Laut der Tageszeitung "la Repubblica soll die Bank jetzt Staatshilfe erhalten.

Das Geldinstitut teilte am späten Freitagabend mit, keine Nachricht von der EZB erhalten zu haben. Am 11. Dezember komme zudem der Verwaltungsrat der Bank zusammen.

Der Rettungsplan war im Sommer nach der geglückten Rettung des 1472 gegründeten Instituts gestrickt worden. Vorgesehen ist vor allem die Beschaffung von 5 Milliarden Euro. Damit sollen Verluste bei der Auslagerung von faulen Krediten im Umfang von 28 Milliarden Euro an den Rettungsfonds Atlante abgedeckt werden.

Monte dei Paschi hatte die Verlängerung wegen einer Veränderung der Rahmenbedingungen beantragt. Die Bevölkerung hatte in einem Referendum die vorgeschlagene Verfassungsänderungen am Sonntag abgelehnt. Daraufhin trat Premierminister Matteo Renzi am Mittwochabend zurück. Der Rücktritt könnte eine längere Phase der Unsicherheit für das hoch verschuldete Land einleiten. Dies könnte auch die Kapitalaufnahme von Monte dei Paschi erschweren.

Die Regierung will laut einem Bericht von "la Repubblica" am Wochenende voraussichtlich ein Dekret verabschieden, dass Staatshilfe für die angeschlagene Bank erlauben würde. Monte-Paschi-Chef Marco Morelli und Verwaltungsratsvorsitzender Alessandro Falciai führen demnach derzeit Gespräche mit Finanzminister Pier Carlo Padoan in Rom.

Im Falle eines Scheiterns der Kapitalerhöhung durch Investoren hatte sich die Bank offen gehalten, um Staatshilfe zu bitten. In Brüssel soll die bisherige Regierung schon über entsprechende Möglichkeiten verhandelt haben. Nach europäischen Abwicklungsregeln müssten dann die Gläubiger von Anleihen mit Verlusten rechnen. Das Problem in Italien ist, dass viele Kleinanleger ihre Ersparnisse in diese Papiere gesteckt haben. Zuletzt deutete sich als Kompromiss an, dass kleine Bestände unter 100 000 Euro dabei besonders geschützt werden könnten.

Die Aktien wurde in Mailand vom Handel ausgesetzt. Die Aktie war um elf Prozent gefallen.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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