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Wirtschaft: Deutsche Pfandbriefbank muss vielleicht für bestimmte HRE-Altlasten haften


Wirtschaft  

Deutsche Pfandbriefbank muss vielleicht für bestimmte HRE-Altlasten haften

14.12.2016, 06:54 Uhr | dpa-AFX

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Die Deutsche Pfandbriefbank kämpft mal wieder mit den Folgen der Finanzkrise. Die Rechtsnachfolgerin der Hypo Real Estate (HRE), dem größten Problemfall der Bankenlandschaft hierzulande, muss möglicherweise für Verluste in Höhe von 113 Millionen Pfund oder umgerechnet 134 Millionen Euro durch ausgelagerte Kredite der HRE haften. Die im MDax notierte Bank würde dafür gerne die Käufer von bestimmten Wertpapieren, die auf den ausgelagerten Krediten beruhen, in die Pflicht nehmen.

Der Wirtschaftsprüfer Deloitte, der Treuhänder der damaligen Verbriefungsaktion war, bezweifelt die Rechtmäßigkeit dieses Schritts, wie die Bank am späten Dienstagabend mitteilte. Jetzt soll ein Experte klären, wer für die Verluste haftet. Das Bündeln von Krediten in Wertpapiere und der danach folgende Weiterverkauf an Investoren gilt als einer der Hauptgründe für die Finanzkrise Ende des vergangenen Jahrzehnts. Dadurch wurden Risiken aus Krediten überschaubar - vor allem am US-Häusermarkt konnte so eine Blase entstehen.

Aber auch in Europa war die Auslagerung von Krediten in Milliardenhöhe in Zweckgesellschaften ein großes Problem. Diese tauchten oft nicht mehr in den Bilanzen der Banken auf und die Risiken wurden unkontrollierbar. Die damals im Dax notierte Hypo Real Estate (HRE) musste deshalb mit Milliarden gerettet werden. Sie wurde letztendlich verstaatlicht. Noch immer sitzt der Staat auf Milliardenrisiken der HRE. Die Deutsche Pfandbriefbank als Teil der HRE musste auf Anweisung der EU-Kommission wieder privatisiert werden und ist seit Mitte 2015 wieder an der Börse notiert.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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