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Wirtschaft: Adlon-Investor verklagt Iduna-Versicherung auf 536 Millionen Euro


Wirtschaft  

Adlon-Investor verklagt Iduna-Versicherung auf 536 Millionen Euro

14.12.2016, 09:39 Uhr | dpa-AFX

DORTMUND (dpa-AFX) - Der Investor des Berliner Adlon-Hotels, Anno August Jagdfeld, verklagt die Signal Iduna-Versicherung auf 536 Millionen Euro Schadenersatz. Jagdfeld wirft ihr rufschädigende Äußerungen im jahrelangen Streit um einen Immobilienfonds zur Finanzierung des Berliner Luxushotels vor. Bei dem Prozess an diesem Donnerstag vor dem Landgericht Dortmund geht es darum, ob die Versicherung grundsätzlich schadenersatzpflichtig ist. Falls das Gericht das bejahe, würde später über die Höhe gestritten, sagte ein Sprecher.

Die Versicherung zählt mit fünf Millionen Euro Einlagen zu den Fonds-Investoren. Sie hält die Vorwürfe für "haltlos", wie ein Sprecher sagte: "Es gibt keine einzige negative Äußerung der Signal Iduna über Herrn Jagdfeld". Die Kläger sehen dagegen Parallelen zum Fall des Medienkonzerns Kirch, dessen Kreditwürdigkeit der ehemalige Deutsche-Bank-Chef Rolf Breuer in einem Interview infrage gestellt hatte. Die Bank zahlte später nach einem langen Rechtsstreit per Vergleich mehr als 900 Millionen Euro Schadenersatz.

Auslöser des Konflikts waren die aus Sicht mancher Anleger zu geringen Ausschüttungen des von Jagdfeld verwalteten Adlon-Fonds. Die versprochenen vier Prozent Rendite sollen deutlich unterschritten worden sein. Mehrfach soll der Immobilien-Unternehmer die Anleger gebeten haben, auf Geld zu verzichten.

Daraufhin bildete sich eine "Schutzgemeinschaft der Adlon-Anleger", der die Versicherung beitrat. Zudem zeigte Signal Iduna über einen Anwalt Jagdfeld wegen Untreue an, nachdem dieser auf Teile der dem Fonds zustehenden Pacht verzichtet haben soll. Die Untreue-Vorwürfe wurden aber in zwei Gerichtsinstanzen abgewiesen.

Aus Sicht von Jagdfeld hat die Gemeinschaft unter anderem in "Info-Briefen" an die Anleger falsche Behauptungen aufgestellt. Durch eine "Rufmordkampagne" sei Vertrauen zerstört, die Genehmigung neuer Kredite erschwert und so ein erheblicher Schaden angerichtet worden, hieß es aus dem Unternehmen. Dies sei der Versicherung zuzurechnen, die in der Schutzgemeinschaft eine wichtige Rolle spielte. Anleger erwidern, sie hätten nur ihre Rechte zu wahren versucht. Über den von Jagdfeld geführten Fonds hatten rund 5000 Geldgeber gut 220 Millionen Euro für das bekannte Hotel investiert.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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