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US-Notenbank Fed erhöht Leitzins um 0,25 Prozentpunkte

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Erstmals seit einem Jahr  

US-Notenbank erhöht den Leitzins - minimal

14.12.2016, 20:11 Uhr | dpa

US-Notenbank Fed erhöht Leitzins um 0,25 Prozentpunkte. Die Präsidentin der US-Notenbank Fed, Janet Yellen. (Quelle: dpa)

Die Präsidentin der US-Notenbank Fed, Janet Yellen. (Quelle: dpa)

In kleinen Schritten Richtung Normalität: Die US-Notenbank hat ihren Leitzins leicht nach oben geschraubt. Bis Ende 2017 wollen die Währungshüter gleich dreimal nachlegen und peilen einen Leitzins von 1,375 Prozent an.

Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) hat ihren Leitzins erstmals seit einem Jahr leicht um 0,25 Prozentpunkte angehoben. Er bewegt sich damit künftig in einem Korridor zwischen 0,5 und 0,75 Prozent, wie die Fed in Washington mitteilte. Die Erhöhung - erst die zweite seit 2006 - war von den Märkten in dieser Form erwartet worden. Die Währungshüter wagen diesen Schritt wenige Wochen nach der Wahl Donald Trumps zum neuen US-Präsidenten. Viele Investoren gehen davon aus, dass dessen geplantes Konjunkturprogramm der Wirtschaft mehr Schub verleiht.

Die US-Notenbank setzt damit ihren Kurs fort, die Geldpolitik nach der Finanzkrise zu normalisieren. Vorausgegangen waren Jahre des ultralockeren Liquididätsflusses, mit dem Ziel, den stotternden Konjunkturmotor am Laufen zu halten.

US-Arbeitsmarkt zuletzt sehr stabil

Zuletzt hatte sich jedoch der US-Arbeitsmarkt als sehr stabil erwiesen. Die Arbeitslosenquote liegt derzeit bei 4,6 Prozent. Auch die Inflation zieht langsam an, weil die höhere Beschäftigung zu höheren Einkommen führt. Außerdem sind Energie- und Rohstoffpreise wieder leicht im Aufwärtstrend.

Ihre Absicht, bereits früher im Jahr 2016 an der Zinsschraube zu drehen, hatte die Fed fallen lassen müssen. Unter anderem sprachen auch weltwirtschaftliche Gründe dagegen. Die US-Zinspolitik hat vor allem in Entwicklungsländern große Auswirkungen, weil dort viele Geschäfte in US-Dollar abgewickelt werden und auch Schulden in der US-Währung auflaufen. 

Die Wall Street hat zunächst kaum auf die Leitzinserhöhung reagiert. Der Dow Jones Industrial trat zuletzt bei 19.910 Punkten nahezu auf der Stelle. "Janet Yellen hat geliefert was gewünscht war," sagte Marktexperte Daniel Saurenz vom Investmentportal Feingold Research. 

Wohin steuert die Wirtschaftspolitik?

Unklar ist weiterhin, inwieweit die Wirtschaftspolitik der neuen US-Regierung um den künftigen Präsidenten Donald Trump die künftige Geldpolitik beeinflussen wird. "Ein möglicher, vorübergehender Schub für Wachstum und Inflation könnte zu mehr Zinsschritten im Jahr 2017 führen, als zunächst erwartet", sagte der Chef-Volkswirt der Münchner Rück, Michael Menhart.

Die Unsicherheit hinsichtlich Trumps Wirtschaftspolitik überwiege jedoch weiterhin. Signale von Fed-Mitgliedern sprechen derzeit für drei Zinsschritte im kommenden Jahr.  Im September hatten die Fed-Führungsmitglieder nur zwei Schritte nach oben für das kommende Jahr angepeilt.

In Europa hatte die Europäische Zentralbank erst vorige Woche ihre ohnehin extrem weit geöffneten Geldschleusen noch einmal ein Stück weiter geöffnet und neue Anleihenkäufe im Milliardenvolumen angekündigt. Eine Zinserhöhung in der Eurozone liegt damit noch in weiter Ferne. Der Leitzins in der Eurozone liegt derzeit bei null Prozent. Eine zu große Lücke zwischen europäischem und US-amerikanischem Zinsniveau wäre eine weitere Belastung für die Gemeinschaftswährung Euro.

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