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Dax steckt US-Zinsausblick weg und markiert neues Jahreshoch


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Dax steckt US-Zinsausblick am Morgen weg

15.12.2016, 09:47 Uhr | dpa-AFX

Dax steckt US-Zinsausblick weg und markiert neues Jahreshoch. Dax sprintet am Donnerstag-Morgen auf ein neues Jahreshoch. (Quelle: Gruppe Deutsche Börse)

Dax sprintet am Donnerstag-Morgen auf ein neues Jahreshoch. (Quelle: Gruppe Deutsche Börse)

Der Dax hat sich am Donnerstag auch von Anzeichen auf eine schneller als erwartete geldpolitische Straffung in den USA in seinem Drang nach oben nicht bremsen lassen. Gestützt wurde die Aufwärtsbewegung des Leitindex von einem merklich schwächeren Euro-Kurs.

Die Gemeinschaftswährung war in der Nacht auf Donnerstag bis auf 1,0468 Dollar gefallen. Das war der tiefste Stand seit März 2015. Am Morgen notierte die Gemeinschaftswährung nur geringfügig darüber.

Im frühen Handel stieg der Dax um 0,5 Prozent auf 11.295 Punkte, nachdem er am Vortag noch 0,4 Prozent eingebüßt hatte. Der MDax , der die Aktien mittelgroßer Unternehmen repräsentiert, stand nahezu unverändert bei 21.631 Zählern. Für den Technologiewerte-Index TecDax ging es um 0,5 Prozent auf 1748 Punkte aufwärts. Der EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone rückte um 0,6 Prozent auf 3232 Zähler vor.

Die US-Notenbank Fed hatte am Vorabend den Leitzins wie erwartet um 0,25 Prozentpunkte angehoben, für 2017 aber drei statt der bisher erwarteten zwei Zinserhöhungen signalisiert. Für die Aktienmärkte müsse dies nicht zwangsläufig zum Problem werden, glaubt NordLB-Analyst Bernd Krampen. "Schließlich dürfte die US-Notenbank nur dann handeln, wenn die Wirtschaftslage in den USA eine Leitzinsanhebung auch wirklich zulässt. Insofern wäre ein Zinsschritt der Zentralbank in Washington vor allem ein Signal in Richtung einer erfreulichen Entwicklung der US-Konjunktur - genau so sollte dies aktuell auch aufgefasst werden", so Krampen.

Banken hui - Immobilien pfui

Der Branchenüberblick spiegelt die Aussichten auf weiter steigende Zinsen wider. Während Bankenwerte mit einem Plus von rund 1,8 Prozent europaweit am meisten gefragt waren, wurden Immobilientitel (minus 1,6 Prozent) am meisten verkauft. Entsprechend standen die Aktien der Deutschen Bank und der Commerzbank mit Gewinnen von 4,1 beziehungsweise 2,8 Prozent ganz oben im Dax-Tableau. Am unteren Ende waren die Anteilsscheine von Vonovia mit minus 2,8 Prozent zu finden.

Unter den Einzelwerten fielen die Papiere von MTU an der MDax-Spitze mit einem Plus von 4,1 Prozent auf. Zuvor hatte die US-Bank JPMorgan die Aktien des Triebwerk-Herstellers von "Neutral" auf "Overweight" hochgestuft und das Kursziel von 106 auf 125 Euro angehoben. Auch die Analysten der UBS erhöhten ihr Kursziel für MTU.

Telekom verkauft Webhoster Strato

Beim Handelskonzern Metro nehmen die Pläne für die geplante Aufspaltung weiter Gestalt an. Der Lebensmittel-Spezialist, in dem das Großhandelsgeschäft Cash & Carry sowie die Verbrauchermarktkette Real aufgehen, soll künftig Metro AG heißen. Das Elektronik-Geschäft mit den Ketten Media Markt und Saturn sowie dem Onlinehändler Redcoon bekommt hingegen den Namen Ceconomy verpasst.

Die Metro-Aktionäre sollen für jeden ihrer Anteilsscheine eine Aktie der Metro AG und eine von Ceconomy erhalten. Künftig wollen beide Firmen 45 bis 55 Prozent ihres Ergebnisses je Aktie als Dividende an die Aktionäre ausschütten. Im frühen Handel verloren die Metro-Titel ein halbes Prozent.

United Internet-Papiere waren mit einem Gewinn von 3 Prozent Spitzenreiter im TecDax. Der Telekom-Anbieter kauft der Deutschen Telekom den Webhoster Strato für rund 600 Millionen Euro ab. Die Telekom hatte Strato im Jahr 2009 für 275 Millionen Euro übernommen.

Gold folgt dem Euro abwärts

Der Goldpreis geriet nach der Fed-Entscheidung unter die Räder. Mit 1134 Dollar je Feinunze (etwa 31 Gramm) fiel er am Donnerstag auf den tiefsten Stand seit Februar. Seit der Zinssitzung der Fed vom Mittwochabend belaufen sich die Verluste auf gut zwei Prozent oder 25 Dollar. Steigende Zinsen sind meistens Gift für Gold, weil das Edelmetall keine Zinsen abwirft.

Zudem verringern steigende Notenbankzinsen tendenziell die Gefahr einer hohen Geldentwertung, gegen die Gold oftmals als Absicherung verwendet wird. Zudem wird der Goldpreis in Dollar notiert, so verbilligt sich das Edelmetall tendenziell, wenn die US-Währung gegenüber anderen Devisen steigt.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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