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Wirtschaft: Lage bei Italiens Krisenbank Monte dei Paschi spitzt sich zu


Wirtschaft  

Lage bei Italiens Krisenbank Monte dei Paschi spitzt sich zu

21.12.2016, 16:07 Uhr | dpa-AFX

ROM (dpa-AFX) - Die Lage bei der italienischen Krisenbank Monte dei Paschi di Siena spitzt sich zu. Einen Tag vor dem Ende des Verkaufs neuer Aktien, der die Bank mit frischem Geld versorgen und Staatshilfe abwenden soll, erklärte das Kreditinstitut am Mittwoch, dass ihm das Geld früher ausgeht als gedacht. Die flüssigen Mittel könnten nur noch für vier Monate reichen, hieß es in einer Kapitalmarkt-Mitteilung. Unterdessen billigte das Parlament die Regierungspläne für neue Schulden angesichts der sich verschärfenden Bankenkrise.

Bislang hatte das schwer angeschlagene Geldhaus aus Siena angegeben, dass das Geld noch für elf Monate ausreiche. Zum Stichtag 16. Dezember hatte Monte dei Paschi 10,6 Milliarden Euro an Liquidität. Die Aktie brach am Mittwochmorgen an der Mailänder Börse in der Spitze um 19 Prozent ein, bevor sie mehrmals vom Handel ausgesetzt wurde.

Das älteste Geldhaus der Welt leidet seit geraumer Zeit unter platzenden Krediten, was die Kapitalbasis ausgehöhlt hat. Ein Rettungsplan sieht die Beschaffung von 5 Milliarden Euro vor. Noch bis Donnerstag um 14.00 Uhr können institutionelle Investoren die neuen Wertpapiere ordern, für Kleinanleger endete die Frist schon am Mittwoch. Zudem können die Besitzer von Anleihen ihre Schuldpapiere in Aktien umtauschen.

Die Vorhaben liefen jedoch schleppend, hieß es übereinstimmend in Medienberichten. Scheitert die geplante Aufstockung des Eigenkapitals, könnte die Bank um direkte Staatshilfe bitten. Einem Bericht der "Financial Times" zufolge brauchen insgesamt acht italienische Geldhäuser frisches Kapital.

Die italienische Regierung arbeitet derzeit an einem 20 Milliarden Euro schweren Rettungspaket, um im Notfall angeschlagene Banken im Land stützen zu können. Senat und Abgeordnetenkammer billigten am Mittwoch die Pläne, die Staatsverschuldung im Notfall um bis zu 20 Milliarden Euro zu erhöhen. Ministerpräsident Paolo Gentiloni hatte am Montag nach Bekanntwerden der Pläne betont, dass es sich dabei um eine Vorsichtsmaßnahme handele.

In einer Fragestunde im Parlament hieß es von Finanzminister Pier Carlo Padoan zu der Bank nur: "Kein Kommentar." Solange die Operation am Finanzmarkt laufe, könne er keine Stellung dazu nehmen.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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