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Proteste gegen McDonald's-Filiale im Vatikan

"Abnormale" Entscheidung  

Proteste gegen McDonald's-Filiale am Vatikan

01.01.2017, 10:47 Uhr | irb, dpa

Proteste gegen McDonald's-Filiale im Vatikan. Die McDonald's Filiale direkt am Vatikan. (Quelle: dpa)

Die McDonald's Filiale direkt am Vatikan. (Quelle: dpa)

Schnell einen Burger auf die Hand und dann in die Schlange am Petersdom: McDonald's serviert Besuchern ab jetzt direkt am Vatikan Eis, Pommes und anderes Fettiges. Kardinäle und Anwohner sind wenig begeistert.

Der Protest von Anwohnern und Kardinälen wurde nicht erhört: McDonald's hat eine Filiale genau vor den Mauern des Vatikans eröffnet. Ab jetzt können sich Touristen nur wenige Meter vom Petersplatz in Rom entfernt Hamburger und Pommes kaufen. Die Fast-Food-Filiale befindet sich in einem Gebäude des Kirchenstaates, der die Räume vermietet. Das verschafft McDonald's angesehene Nachbarn.

In der Immobilie leben einige namhafte Kardinäle, darunter der deutsche Präfekt der Glaubenskongregation, Gerhard Ludwig Müller. Auch Joseph Ratzinger wohnte nebenan, bevor er zum Papst Benedikt XVI. gewählt wurde. Statt einer Burgerbraterei hätte der Vatikan lieber ein soziales Zentrum einrichten sollen, monierten Kritiker. Der Borgo Pio ist eine der bekanntesten Touristenmeilen in Rom, dort reihen sich Souvenirshops und Restaurants aneinander.

"Abnormale" Entscheidung

Die Entscheidung sei "abnormal" und respektiere in keiner Weise die architektonische und urbane Tradition des Ortes, sagte etwa Kardinal Elio Sgreccia in der Zeitung "La Repubblica". Die Räume könnte man vielmehr für die Bedürftigen in der Gegend benutzen, "so wie es der Heilige Vater lehrt".

"Wir sind sehr besorgt, wir protestieren auf jeder Ebene", erklärte auch der Präsident der Organisation zur Rettung des Stadtviertels Borgo, Moreno Prosperi, der Nachrichtenagentur Adnkronos. "Das Fast-Food-Restaurant ist eine Widerspruch zu den Prinzipien, die Papst Franziskus vertritt", sagte Prosperi. Seine Organisation plane eine "Anti-McDonald's-Demo". Der Vatikan könnte für die Miete des mehr als 500 Quadratmeter großen Lokals bis zu 30.000 Euro pro Monat kassieren, hieß es.

Die vatikanische Güterverwaltung Apsa zeigte kein Verständnis für die Aufregung. Alles sei im Rahmen des Gesetzes geschehen, sagte Apsa-Präsident, Kardinal Domenico Calcagno. McDonald's selbst wollte sich während der Diskussionen nicht zur Kritik äußern. In der Nähe existiert bereits eine Filiale der Schnellrestaurants. Diese befindet sich jedoch nicht genau vor der Vatikanmauer.

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