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US-Kanzlei Hausfeld will deutsche Banken verklagen


Milliardenforderung  

US-Kanzlei will deutsche Kreditinstitute verklagen

08.01.2017, 14:36 Uhr | AFP

US-Kanzlei Hausfeld will deutsche Banken verklagen. Wenn ihre Kunden mit Karte zahlen, fallen für Unternehmen Gebühren bei den Banken an. (Quelle: imago images/Symbolfoto)

Wenn ihre Kunden mit Karte zahlen, fallen für Unternehmen Gebühren bei den Banken an. (Quelle: Symbolfoto/imago images)

Die US-Anwaltskanzlei Hausfeld bereitet laut einem Bericht der "Bild am Sonntag" Schadenersatzklagen in Milliardenhöhe gegen deutsche Banken vor. Sparkassen, Volksbanken und Privatinstitute wie die Deutsche Bank sind betroffen.

Den Geldhäusern werden demnach verbotene Kartellabsprachen vorgeworfen, die jahrelang zu überhöhten Gebühren beim Zahlen mit EC-Karten geführt haben sollen. US-Staranwalt Michael Hausfeld hat zuletzt Schadenersatz für VW-Kunden in der Abgas-Affäre verlangt.

"Etliche namhafte Mandanten"

Ein Vertreter der Anwaltskanzlei in Deutschland, Christopher Rother, sagte der "BamS", Hausfeld vertrete "etliche namhafte Mandanten". Dazu gehören dem Bericht zufolge große Mineralölkonzerne sowie bekannte Handelsunternehmen.

Jahrelang zahlten die Händler demnach eine feste Gebühr von 0,3 Prozent des Umsatzes an die jeweiligen Banken. Erst auf Druck des Bundeskartellamtes verpflichteten sich die Geldinstitute im Jahr 2014 darauf, dass die Einzelhändler die Gebühren mit den Banken frei verhandeln dürfen. Nach Angaben des Bundeskartellamtes fielen dadurch die Kosten um bis zu 40 Prozent. Laut Handelsverband wurden 2015 Waren im Wert von knapp 100 Milliarden Euro per EC-Karten bezahlt.

Banken sehen keine Grundlage für Verfahren

Die Anwaltskanzlei will die aus ihrer Sicht überhöhten Gebühren laut Bericht rückwirkend für zehn Jahre einfordern. Die Klagen sollen demnächst beim Landgericht Frankfurt eingereicht werden. Ein Sprecher der Deutschen Kreditwirtschaft sagte auf der "BamS", hier versuche "eine amerikanische Klägerkanzlei" offenbar, "einzelne deutsche Handelsunternehmen in Klageverfahren gegen die Kreditwirtschaft hineinzutreiben". Die Kreditwirtschaft sehe dafür keine Grundlage.

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