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Daimler-Ausblick nur vorsichtig - Pkw-Sparte bleibt Wachstumsgarant


Gewinn enttäuscht die Börse  

Daimler-Ausblick nur vorsichtig - Pkw-Sparte bleibt Wachstumsgarant

02.02.2017, 09:59 Uhr | dpa-AFX, rtr

Daimler-Ausblick nur vorsichtig - Pkw-Sparte bleibt Wachstumsgarant. Daimler-Vorstands-Chef Dieter Zetsche legt gute Jahreszahlen vor. Analysten hatten jedoch mehr erwartet. (Quelle: Reuters)

Daimler-Vorstands-Chef Dieter Zetsche legt gute Jahreszahlen vor. Analysten hatten jedoch mehr erwartet. (Quelle: Reuters)

Das brummende Pkw-Geschäft dürfte das Wachstum des Autobauers Daimler auch in diesem Jahr stützen. Schon im vergangenen Jahr steigerte Daimler dank seiner starken Autosparte den Umsatz um drei Prozent auf 153,3 Milliarden Euro, wie der Dax -Konzern in Stuttgart mitteilte. Doch Börsianer hatten mehr erwartet.

Das Wachstum bremste die Lkw-Sparte, die vor allem in Nordamerika und Brasilien schwächelte. Unterm Strich verdiente der Konzern 8,5 Milliarden Euro nach 8,4 Milliarden Euro im Vorjahr. Vor Zinsen und Steuern sowie um Sondereffekte bereinigt kletterte das Ergebnis um 3 Prozent auf 14,2 Milliarden Euro.

Der Autobauer hatte im Vorjahr 2,2 Millionen Autos verkauft - ein Plus von knapp 12 Prozent - vor allem dank des reißenden Absatzes im größten Einzelmarkt China. Daimler rechnet mit weiter starken Margen in der wichtigsten Sparte, weil unter anderem die wichtige E-Klasse in der neuen Version das ganze Jahr über in China verfügbar ist.

Bei Mercedes-Benz Pkw soll sich das operative Ergebnis (Ebit) deutlich verbessern. Im vergangenen Jahr war das Ebit hier um 2 Prozent auf 8,11 Milliarden geklettert - ohne Sondereffekte um 7 Prozent.

'Leichtes Wachstum' beim operativen Ergebnis geplant

In der Lkw-Sparte dürften sich die Verkäufe nach dem Rückgang im vergangenen Jahr stabilisieren. Für den Konzern plant Daimler 2017 nur mit einem leichten Absatz- und Umsatzplus und einem leichten Wachstum beim operativen Gewinn.

Bei der Ergebnisprognose legt Daimler nun den unbereinigten Wert zu Grunde. Finanzanalysten hatten daher zuvor mehrheitlich damit gerechnet, dass sich die Stuttgarter eine deutliche Steigerung des Vorjahreswertes von 12,9 Milliarden Euro vornehmen.

Wegen Aufwendungen insbesondere im Zusammenhang mit Takata-Airbags und für Rechtsverfahren verbuchte Daimler 2016 rund 1,3 Milliarden Euro an Sonderbelastungen - das operative Ergebnis insgesamt ging daher sogar um zwei Prozent zurück.

Daimler-Aktie unter Druck

Die Dividende halten Konzernchef Dieter Zetsche und Finanzchef Bodo Uebber mit 3,25 Euro je Aktie stabil. Einige Analysten hatten sich etwas mehr ausgerechnet. Die Daimler-Aktie verlor am Donnerstag über drei Prozent an Wert. Händler bemängelten die etwas unter den Erwartungen liegende Entwicklung des bereinigten operativen Gewinns im vierten Quartal und den zurückhaltenden Ausblick. Auch dass die Dividende nicht erhöht worden sei, gefiel manchem Marktteilnehmer nicht. 

Momentan sei es schwer abzusehen, wo beim Gewinn noch Wachstumsdynamik herkommen solle, sagte Analyst Arndt Ellinghorst von Evercore. Bei dem Autobauer seien die Zeiten stürmischen Wachstums vorerst beendet.

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