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Metro-Tochter will mit Kundendaten Geld verdienen

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Big Data  

Metro-Tochter will mit Kundendaten Geld verdienen

02.02.2017, 11:41 Uhr | rtr

Metro-Tochter will mit Kundendaten Geld verdienen. Die Metro Group lässt bei einer Tochtergesellschaft Kundendaten auswerten und bietet sie auch anderen Händlern an. (Quelle: imago)

Die Metro Group lässt bei einer Tochtergesellschaft Kundendaten auswerten und bietet sie auch anderen Händlern an. (Quelle: imago)

Eine Tochtergesellschaft der Metro-Group will mit Kundendaten Geld verdienen. Die neu gegründete Retail Media Group (RMG) soll auf Daten unter anderem von Media-Saturn zurückgreifen, damit Online-Werbekampagnen passgenau auf Verbraucher zugeschnitten werden können, wie die RMG mitteilte.

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Die RMG wertet dabei anonymisierte Besucher- und Kaufdaten der Elektronikhändler Media Markt und Saturn, der Supermarktkette Real, Metro, Hitmeister sowie der Media-Saturn-Onlinetochter Redcoon aus. Diese verzeichnen auf ihren Online-Seiten täglich über bis zu zehn Millionen Kundenkontakte.

"Wir Händler besitzen riesige Datenschätze, die wir heben müssen", sagte Media-Saturn-Chef Pieter Haas. "Wenn wir uns dabei branchenübergreifend zusammentun, wird die Kombination dieser Besucher- und Transaktionsdaten zusätzliche Erlösquellen sichern." RMG ist damit offen auch für andere Händler.

Chef der RMG ist Richy Ugwu, der 29-Jährige kommt von der Konzernmutter Metro. RMG könne es Firmen ermöglichen, bestimmte Verbraucher für ihre Produkte anzusprechen und ihre Werbung auf diese abzustimmen - etwa Kundengruppen, die sich für gute Rotweine, trendige Musik und teure Smartphones interessiert haben.

Metro spaltet sich auf

Der Einstieg ins Online-Werbegeschäft mit der RMG folgt auf die Aufspaltung des Metro-Konzerns. Das Unternehmen Ceconomy soll dabei Nachfolger des Handelsriesen Metro werden, das Lebensmittelgeschäft um die Großmärkte und die Supermarktkette Real soll abgespalten werden. Größte Beteiligung der Holding Ceconomy ist dabei Media-Saturn, weitere Töchter sollen folgen.

Die Metro-Aktionäre sollen bei der Hauptversammlung am Montag in Düsseldorf über die Aufteilung entscheiden, im Sommer soll diese dann über die Bühne gehen.

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