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Anton Schlecker: Habe Pleite nicht kommen sehen


Angeklagter Anton Schlecker  

"Für mich gab es kein unternehmerisches Scheitern"

13.03.2017, 11:25 Uhr | dpa, rtr

Anton Schlecker: Habe Pleite nicht kommen sehen. Anton Schlecker kommt zum zweiten Prozesstag ins Landgericht in Stuttgart. Die Familie Schlecker steht wegen des Vorwurfs des vorsätzlichen Bankrotts und möglicher Beihilfe vor Gericht. (Quelle: dpa)

Anton Schlecker kommt zum zweiten Prozesstag ins Landgericht in Stuttgart. Die Familie Schlecker steht wegen des Vorwurfs des vorsätzlichen Bankrotts und möglicher Beihilfe vor Gericht. (Quelle: dpa)

Der ehemalige Drogeriemarkt-König Anton Schlecker hat im Bankrottprozess erstmals persönlich gesprochen. Nach eigener Darstellung war er von der Pleite seines Unternehmens 2012 völlig überrascht. Er sei bis zum Schluss vom Erfolg der Schlecker-Kette überzeugt gewesen, sagte er vor dem Landgericht Stuttgart.

"Dass dieses Unternehmen wirklich kaputt gehen könnte, war für mich völlig unvorstellbar", sagte der 72-Jährige Angeklagte. In seiner nach eigenen Worten ersten öffentlichen Erklärung zu der Firmenpleite bestritt Schlecker die Vorwürfe der Staatsanwaltschaft, er habe die Insolvenz herausgezögert, um Vermögen beiseite zu schaffen. "Ich habe nie planmäßig oder spontan Vermögen vor dem Zugriff der Gläubiger entzogen", betonte er nach seiner knapp einstündigen Stellungnahme.

"Ich war sehr erfolgsverwöhnt"

"Ich erinnere mich nicht an Liquiditätsprobleme, die ich für nicht überwindbar gehalten hätte", las Schlecker seine schriftlich verfasste Stellungnahme vor. Er habe niemals einem Gläubiger schaden wollen. Er übernehme die unternehmerische Verantwortung. Allerdings betonte Schlecker: "Für mich gab es kein unternehmerisches Scheitern. Ich war sehr erfolgsverwöhnt." Er sei bis zuletzt davon überzeugt gewesen, das Unternehmen fortführen zu können.

Schlecker ist wegen vorsätzlichen Bankrotts, Insolvenzverschleppung und falscher eidesstattlicher Versicherungen angeklagt. Auf betrügerischen Bankrott in einem schweren Fall, wie er Schlecker vorgeworfen wird, steht eine Freiheitsstrafe von sechs Monaten bis zu zehn Jahren. Der einstige Marktführer soll demnach schon Ende 2010 mit fast einer Milliarde Euro Verbindlichkeiten überschuldet gewesen sein.

Die Familie und zwei Wirtschaftsprüfer sind mitangeklagt

Anton Schlecker soll seinen Kindern Lars und Meike jahrelang Millionen über deren Logistikfirma LDG zugeschustert haben. Den beiden wird ebenso wie Schleckers Frau Christa Beihilfe zu Bankrott und Untreue vorgeworfen. Auch zwei Wirtschaftsprüfer von EY (Ernst & Young) sitzen mit auf der Anklagebank, weil sie falsche Bilanzen abgesegnet haben sollen.

Die Insolvenz des einstigen Marktführers gehört zu den größten Pleiten in der deutschen Wirtschaft. Mehr als 25.000 Mitarbeiter, vor allem Frauen, verloren ihre Arbeit.

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