Sie sind hier: Home > Finanzen > Börse > Aktien >

VW-Chef plant Kampagne für Diesel-Fahrzeuge


Kampagne gegen "starke Opposition"  

Volkswagen will den Diesel retten

02.05.2017, 10:09 Uhr | AFP

VW-Chef plant Kampagne für Diesel-Fahrzeuge. Durch die Abgas-Affäre steckt Volkswagen weiterhin in der größten Krise der Firmengeschichte. Trotzdem möchte man nun für den Erhalt von Dieselfahrzeugen kämpfen. (Quelle: dpa/Julian Stratenschulte)

Durch die Abgas-Affäre steckt Volkswagen weiterhin in der größten Krise der Firmengeschichte. Trotzdem möchte man nun für den Erhalt von Dieselfahrzeugen kämpfen. (Quelle: Julian Stratenschulte/dpa)

Trotz anhaltendem Abgasskandal und einem steigenden Druck, umweltfreundlichere Autos zu produzieren, plant VW-Vorstandschef Matthias Müller offenbar eine Kampagne für die Stärkung von Diesel-Motoren.

"Der Diesel hat derzeit sowohl in der Öffentlichkeit als auch von politischer Seite mit einer starken Opposition zu kämpfen. Aus unserer Sicht ist der moderne Diesel aber Teil der Lösung, nicht des Problems", sagte Müller. Es gelte, die Vorteile des Diesel "wieder stärker ins Bewusstsein zu rücken".

Allianz mit anderen Autoherstellern

"Wir denken darüber nach, eine Kampagne für die Selbstzünder zu starten", sagte Müller weiter. Diese Initiative sollte demnach am besten übergreifend erfolgen, da nicht nur Volkswagen VOLKSWAGEN AG ST O.N. Aktie von der Diskussion betroffen sei. 

Auch andere Hersteller brauchen nach Angaben Müllers den Diesel, um die staatlichen CO2-Ziele zu erreichen. Diesel-Fahrzeuge stoßen weniger Kohlendioxid aus als Benziner, aber kommen auf vergleichsweise hohe Stickoxid-Emissionen.

Generelle Fahrverbote in Innenstädten für Dieselfahrzeuge wegen der Stickoxid-Belastung findet VW-Chef Müller "aus Sicht der betroffenen Kunden problematisch". Er verwies darauf, dass es auf der politischen Seite durchaus unterschiedliche Meinungen gebe.

So habe sich der baden-württembergische Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) "durchaus offen" dafür gezeigt, Diesel-Motoren nachzurüsten und sie dann nicht mehr mit Fahrverboten zu belegen, sagte Müller.

Nachrüsten auf Kosten von Volkswagen?

Zu den möglicherweise hohen Kosten einer solchen Nachrüstung wollte Müller sich nicht festlegen. "Auch da gehen die Meinungen auseinander. Wir prüfen das gerade technisch intensiv", sagte er der "Automobilwoche".

Unter anderem die Deutsche Umwelthilfe fordert, dass die Autoindustrie Dieselfahrzeuge auf eigene Kosten nachrüstet oder sie zurückkauft, wenn sie die Abgasnormen auf der Straße nicht einhalten. Eine Nachrüstung kostet nach Angaben der Umweltorganisation im Schnitt 1000 bis 1500 Euro bei einem Pkw.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Mäntel-Highlights und schöne Jacken shoppen
bei MADELEINE
myToysbonprix.deOTTOUlla Popkenhappy-size.deLIDLBabistadouglas.deBAUR;

shopping-portal