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Airbus C919: Chinas erste selbstgebaute Passagiermaschine hebt ab


C919 hebt in Shanghai ab  

China-Airbus zu Jungfernflug gestartet

05.05.2017, 14:58 Uhr | dpa , MHa

Airbus C919: Chinas erste selbstgebaute Passagiermaschine hebt ab. Der Mittelstreckenjet C919 soll dem Airbus A320 und der Boeing 737 Konkurrenz machen.  (Quelle: dpa/CHINATOPIX/AP)

Der Mittelstreckenjet C919 soll dem Airbus A320 und der Boeing 737 Konkurrenz machen (Quelle: CHINATOPIX/AP/dpa)

Mit heulenden Turbinen ist Chinas selbstgebaute Passagiermaschine erstmals in Shanghai abgehoben. Der staatliche Hersteller Comac bläst mit dem Flugzeug zum Angriff auf Airbus und Boeing. Wie lange hält die Dominanz der westlichen Luftfahrtgiganten noch?

Nach mehrjähriger Verzögerung ist mit der C919 die große Hoffnung des chinesischen Flugzeugprogramms zu ihrem Jungfernflug abgehoben. Sie ist der erste große Mittelstreckenflieger aus chinesischer Fertigung.

Konkurrenzkampf mit Airbus und Boeing

Die Maschine soll mit ihren 168 Sitzen und einer Reichweite von 4075 Kilometern mit Boeings 737 und dem Airbus A320 konkurrieren, zwei der meistverkauften Flugzeuge der Welt. 

Mindestens zwei bis drei Jahre wird Comac laut Kennern noch testen müssen, bevor sie bereit ist für den Massenmarkt. Erst dann kann die Aufholjagd Fahrt aufnehmen.

Bis 2024, so sagt es die Internationale Luftfahrtorganisation IATA vorher, wird China zum größten Passagiermarkt der Welt aufsteigen. Mehr als 6000 neue Flugzeuge im Wert von rund einer Billion Euro dürften chinesische Airlines in den nächsten zwei Jahrzehnten ordern.

Ein riesiges Geschäft also, das Peking nicht länger allein dem europäisch-amerikanischen Duo überlassen will.

"Ziel ist, ein dritter großer Spieler zu werden"

"Natürlich ist es unser Ziel, ein dritter großer Spieler auf dem Markt zu werden", sagt Yang Shao, der Chinas bekannteste Schule für Luftfahrtechnik in Beihang leitet. Die C919 sei allerdings nur "der erste Schritt".

Bis China auf Augenhöhe mit den Wettbewerbern fliegen kann, ist es auch nach Ansicht andere Luftfahrtexperten noch ein weiter Weg. Wegen Verzögerungen bei der Entwicklung, werde Comac der Konkurrenz zur Markteinführung der C919 "um Jahre hinterherhinken", glaubt der Flugzeugexperte und Autor Derek Levine.

Selbst Chinas Staatsmedien blieben am Freitag zurückhaltend in ihrer Bewertung. In den kommenden Jahrzehnten würden chinesische Flieger zwar sicher zu einer "starken Alternative" werden. Kurzfristig sei es jedoch "unrealistisch", dass die Vorherrschaft von Airbus und Boeing gebrochen wird.

"Erfolg ist politisch gewollt"

Unterschätzen will den neuen Spieler in der Branche aber niemand. "Comacs Erfolg ist politisch von Peking gewollt", sagt der Vertreter eines westlichen Herstellers hinter vorgehaltener Hand. Egal wie gut die Maschinen tatsächlich sind: Am Ende könnten staatliche Airlines auch einfach zum Kauf der Jets verdonnert werden.

Die C929 steht in den Startlöchern

So bald wie möglich wollen die Chinesen zusammen mit Russland mit dem Bau der C929 beginnen. Das Großraumflugzeug soll Platz für 300 Passagiere bieten und bis zu 9000 Kilometer weit fliegen können - noch einmal ein deutlicher Schritt nach vorn.

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