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Airline-Fusion: Lufthansa interessiert sich für Air Berlin


Deutsche Airline-Fusion?  

Lufthansa an Übernahme von Air Berlin interessiert

05.05.2017, 14:39 Uhr | dpa

Airline-Fusion: Lufthansa interessiert sich für Air Berlin. Bahnt sich in der Luftfahrtbranche ein großer Zusammenschluss an? Lufthansa soll an der kriselnden Air Berlin interessiert sein. (Quelle: dpa/Soeren Stache)

Bahnt sich in der Luftfahrtbranche ein großer Zusammenschluss an? Lufthansa soll an der kriselnden Air Berlin interessiert sein. (Quelle: Soeren Stache/dpa)

Lufthansa arbeitet momentan mit Hochdruck an einer engeren Kooperation mit Air Berlin. Auch eine komplette Übernahme kann sich Lufthansa-Chef Carsten Spohr vorstellen. Air Berlin hatte zuletzt mit Rekordverlusten in 2016 für Schlagzeilen gesorgt und gilt als stark angeschlagen.

Im Poker um Air Berlin hat sich Lufthansa etwas in die Karten schauen lassen. Vor einer Übernahme müsse die kriselnde Gesellschaft allerdings entschuldet werden. Lufthansa-Chef Carsten Spohr sieht allerdings den Air-Berlin-Großaktionär Etihad in der Pflicht, Air Berlin zuvor zu entschulden. "Die Schuldenfrage kann nur Abu Dhabi lösen", sagte Spohr am Rande der Hauptversammlung in Hamburg.

Spohr zu Gesprächen in den Vereinigten Arabischen Emiraten

Die kartellrechtlichen Probleme bei einer Übernahme von Air Berlin bezeichnete Spohr als "lösbar". Schließlich hätten in der Vergangenheit auch British Airways und Air France kleinere nationale Konkurrenten übernehmen dürfen. Die Lösung der kartellrechtlichen Probleme liege klar in der Verantwortung der Lufthansa.

Spohr hatte am vergangenen Montag im Gefolge von Kanzlerin Angela Merkel erste Gespräche mit Etihad-Verantwortlichen in dem Emirat geführt.

Lufthansa plant schrittweise Übernahme von Air Berlin

Die kriselnde Air Berlin hat Schulden von rund 1,2 Milliarden Euro angehäuft und in diesem Jahr weitere hohe Millionenspritzen der Etihad erhalten. Spohr zeigte sich zufrieden, dass die Berliner mit der Air Berlin Aeronautics GmbH eine zweite Fluggesellschaft gründen, in welche die 38 bereits an die Lufthansa vermieteten Jets verlagert werden könnten. Diese Konstruktion sei aber erst im Herbst funktionsfähig, sagte Spohr.

Air-Berlin-Chef Thomas Winkelmann habe bereits die richtigen Stellschrauben zur Kostenreduzierung genannt, meinte Spohr. Dazu gehörten bessere Leasingverträge für die Jets und Einsparungen bei den zu hohen Gebühren, die bei Ticketverkäufen über die globalen Buchungssysteme anfallen.

Die verbliebene Air Berlin mit noch 75 Jets könnte nach den Plänen in die Lufthansa-Billigtochter Eurowings integriert werden. Sie sei schon jetzt der Wachstumstreiber im Konzern und werde bis zum Jahresende 160 Flugzeuge umfassen, kündigte Spohr an. 2018 soll die bislang noch defizitäre Airline dann in die Gewinnzone fliegen

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