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Datenschutz: Konkurrenz für Google & Co. geplant


Neue Datenplattform  

Deutsche Konkurrenz für Google & Co.

18.05.2017, 15:02 Uhr | dpa, t-online.de

Datenschutz: Konkurrenz für Google & Co. geplant. Mehrere deutsche Unternehmen wollen Google Konkurrenz machen. (Quelle: AP/dpa/Marcio Jose Sanchez)

Mehrere deutsche Unternehmen wollen Google Konkurrenz machen. (Quelle: Marcio Jose Sanchez/AP/dpa)

Deutsche Großkonzerne haben genug von der Dominanz amerikanischer Datenplattformen. Allianz ALLIANZ SE NA O.N. Aktie, Springer A.SPRINGER SE VNA Aktie, Daimler DAIMLER AG NA O.N. Aktie und die Deutsche Bank DEUTSCHE BANK AG NA O.N. Aktie wollen einen einheitlichen Zugang zu Onlinediensten anbieten. Sofern die Wettbewerbshüter das erlauben.

Die Konzerne wollen mit einer übergreifenden Datenplattform gegen die heutige Dominanz von US-Schwergewichten wie Google Alphabet Inc. A Aktie und Facebook Facebook Inc. Aktie ankämpfen. Mit dabei sind zunächst die Allianz, Axel Springer, Daimler, die Deutsche Bank mit der Postbank und der Kartendienst Here der deutschen Autobauer. Die Umsetzung des Projekts stehe aber noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Wettbewerbsbehörden.

Kampf gegen die Dominanz der US-Plattformen

Heute wird im Netz oft eine Anmeldung über Profile bei Google, Facebook oder Twitter angeboten. In Europa gibt es immer wieder Kritik an der Dominanz von Datenplattformen aus den USA im Internet. Der Plan der deutschen Konzerne ist der bisher ambitionierteste Versuch, einen Gegenpol aufzubauen. Die Partner werben mit dem in Europa wichtigen Datenschutz-Argument – die Plattform solle "höchste Standards bei Datensicherheit und Datenschutz gewährleisten".

Technische Möglichkeiten

Auch die Entwicklung digitaler Zahlungs- und Finanzdienstleistungen sei mit der Plattform möglich. In einer späteren Ausbaustufe seien zusätzliche Funktionen wie ein digitaler Behördenzugang denkbar.

Mit den Partnern aus den Branchen Versicherung, Medien, Auto und Banken deckt die Initiative bereits ein breites Datenspektrum ab. Mit Here sind indirekt auch die Autobauer BMW und Audi eingebunden, denen der Kartendienst neben Daimler gehört.

Partner der Initiative

Die Initiative hat große Ausbaupläne für die Zukunft. Unternehmen aus den Bereichen Handel, Luftfahrt und Telekommunikation sowie weiteren Branchen sollen kurzfristig als Partner gewonnen werden. Erste Verhandlungen mit interessierten Unternehmen liefen bereits. Unter anderem hätten kürzlich Gespräche mit der Deutschen Telekom begonnen.

Weiteres Mitglied der Initiative ist der Technologie-Thinktank Core. Auch das Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme (FOKUS) sowie die European School of Management and Technology (ESMT) seien eingebunden, um das Projekt wissenschaftlich zu begleiten.

"Die Kooperation versteht sich als wettbewerbsfähige, europäische Antwort auf die internationale Plattformwirtschaft", erklärten die Teilnehmer. Die Initiative sei "im Austausch" mit der Politik und werde insbesondere vom Bundeswirtschaftsministerium begrüßt.

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