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Ermittlungen gegen Nike, Universal und Sanrio


Umstrittene Lizenzvergabe  

Kartellwächter ermitteln gegen Nike und Universal

14.06.2017, 15:14 Uhr | AFP

Ermittlungen gegen Nike, Universal und Sanrio. Nike vergab unter anderem Lizenzen an den Fußballclub FC Barcelona (Symbolbild). (Quelle: dpa/Toni Albir)

Nike vergab unter anderem Lizenzen an den Fußballclub FC Barcelona (Symbolbild). (Quelle: Toni Albir/dpa)

Die Vertriebspraktiken von Nike, den Universal Studios und der "Hello Kitty"-Firma Sanrio haben die EU-Kommission auf den Plan gerufen. Die Wettbewerbsbehörde kündigt an, die Lizenzverträge des Sportartikelherstellers, des Medienunternehmens und des japanischen Konzerns zu prüfen.

Die kartellrechtliche Prüfung soll klären, ob die Firmen Händlern verbieten, Merchandisingprodukte online oder über Landesgrenzen hinweg zu verkaufen. Dies würde gegen EU-Wettbewerbsrecht verstoßen. Im Wettbewerbsrecht ist festgelegt, dass Unternehmen untereinander keine Vereinbarungen treffen dürfen, die den Wettbewerb einschränken, verfälschen oder verhindern. Die Kommission befürchtet, dass durch die Lizenzbeschränkungen der drei Konzerne die Angebotsvielfalt eingeschränkt wird und letztlich der Verbraucher höhere Preise zahlen muss.

Nike vergibt Lizenzen für den Fußballclub FC Barcelona

Bei Merchandisingprodukten handelt es sich um Produkte wie Kleidung, Schuhe, Taschen oder Spielzeug, die mit Bildern oder Text bedruckt werden, um sie für die Käufer attraktiver zu machen. Nike vergibt unter anderem Lizenzen an den Fußballclub FC Barcelona, Sanrio für die Produktpalette von "Hello Kitty" und die Universal Studios für die gelben Hauptdarsteller des Animationsfilms "Minions" und "Ich - Einfach unverbesserlich".

Bußgelder in Höhe von bis zu zehn Prozent des Gesamtumsatzes

Für die kartellrechtliche Untersuchung gibt es keine zeitliche Frist. Sollte diese den Verdacht der Wettbewerbsbehörde bestätigen, kann die Kommission eine formale Prüfung einleiten. Letztlich können den Unternehmen empfindliche Strafen von bis zu zehn Prozent ihres Gesamtumsatzes drohen.

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