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Ryanair steigt aus Air-Berlin-Poker aus

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"Abgekartetes Spiel"  

Ryanair steigt aus Air-Berlin-Poker aus

30.08.2017, 16:23 Uhr | dru, dpa, AFP

Ryanair steigt aus Air-Berlin-Poker aus. Lässiger Auftritt von Ryanair-Chef Michael O'Leary in Berlin. (Quelle: dpa/Bernd von Jutrczenka)

Lässiger Auftritt von Ryanair-Chef Michael O'Leary in Berlin. (Quelle: Bernd von Jutrczenka/dpa)

Die Billigfluglinie Ryanair will nun doch nicht für die insolvente Fluggesellschaft Air Berlin bieten. Firmen-Chef Michael O'Leary nannte unfaire Bedingungen als Grund für den Rückzug. Der Lufthansa warf er ein Komplott vor.

"Wir werden uns in diesen Prozess nicht einmischen. Es ist ein abgekartetes Spiel", schimpfte O'Leary am Mittwoch in Berlin. Unter fairen und offenen Bedingungen wäre er interessiert, doch die gebe es derzeit nicht.

Air Berlin und Lufthansa warf er geheime Absprachen vor. Die Insolvenz sei künstlich erzeugt worden, damit Lufthansa Air Berlin schuldenfrei übernehmen könne, so O'Leary. Andere Airlines würden in dem Verfahren benachteiligt.

Ryanair hatte zuletzt Interesse an einer Komplettübernahme von Air Berlin bekundet. Gleichzeitig prangerte der irische Billigflieger immer wieder eine angebliche Vorzugsbehandlung der Lufthansa an. Vor zwei Wochen reichte die Airline Beschwerde beim Bundeskartellamt und der EU-Wettbewerbsbehörde ein.

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) hatte sich zuletzt ausdrücklich gegen eine Übernahme der Air Berlin durch Ryanair ausgesprochen und zur Begründung die Arbeitsbedingungen bei der irischen Fluglinie ins Feld geführt. "Ryanair ist ein arbeitnehmerfeindliches Unternehmen. Das Geschäftsmodell ist frühkapitalistisch", sagte Müller dem "Tagesspiegel".

Klage gegen Staatskredit für Air Berlin

Die verlustreiche Fluggesellschaft Air Berlin hatte Mitte August Insolvenz angemeldet, da ihr Hauptaktionär Etihad Airways weitere Finanzspritzen verweigert. Der Flugbetrieb wird jetzt mit einem staatlichen Überbrückungskredit von 150 Millionen Euro aufrechterhalten. Das soll Air Berlin drei Monate lang in der Luft halten.

Gegen die Millionenbürgschaft zog die Fluggesellschaft Germania am Dienstag vor Gericht. Sie will erreichen, dass der vom Bund gewährte Kredit untersagt wird, bis nicht die EU-Kommission grünes Licht gegeben hat.

Bereits Mitte September könnte die Suche nach einem Käufer für Air Berlin abgeschlossen sein. Bis zum 15. des Monats Interessenten ihre Angebote abgeben. Wie die Zeitungen "Bild" und "B.Z." berichteten, lägen am 15. September nach Erwartung von Verhandlungskreisen den Gläubigervertretern entscheidungsreife Kaufangebote vor.

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