Sie sind hier: Home > Finanzen > Unternehmen >

Von allem mehr: ARD und ZDF planen ihre Zukunft


Von allem mehr  

ARD und ZDF planen ihre Zukunft

28.09.2017, 15:21 Uhr | dpa, cwe

Von allem mehr: ARD und ZDF planen ihre Zukunft. ARD und ZDF wollen vor allem ihr Digitalangebot weiter ausbauen. (Quelle: dpa)

ARD und ZDF wollen vor allem ihr Digitalangebot weiter ausbauen. (Quelle: dpa)

Die öffentlich-rechtlichen Sender planen ihre Zukunft. Dabei wollen sie von allem mehr: mehr Reichweite, mehr Angebot und in letzter Instanz wohl auch mehr Geld.

Am Freitag überreichen ZDF-Intendant Thomas Bellut und die ARD-Vorsitzende Karola Wille der Rundfunkkommission der Länder ihre Berichte mit ihren Vorstellungen zum öffentlich-rechtlichen Rundfunk der Zukunft. Auch vom Deutschlandradio kommt ein entsprechendes Papier. Es geht darin um die Folgen der Digitalisierung, um die Möglichkeiten, durch mehr Kooperation Kosten zu sparen oder auch um die ganz praktische Frage, welche Rolle die Mediatheken künftig spielen sollen.

Die Öffentlich-Rechtlichen fassen diese Themen unter "Auftrag und Strukturoptimierung" zusammen. Dabei geht es nicht nur, aber auch ums Geld - und zumindest indirekt darum, wie hoch der Rundfunkbeitrag ab 2021 sein wird. Bis dahin ist er auf 17,50 Euro pro Monat und Haushalt festgelegt. Ob der Beitragssatz steigt und falls ja, um wie viel, hängt eben auch von solchen Grundsatzfragen ab, auf die ARD, ZDF und Deutschlandradio nun Antworten geben wollen.

YouTube und Facebook im Visier

Unstrittig ist, dass es Handlungsbedarf gibt, weil sich die Medienwelt insgesamt verändert. Anders als früher haben Zuschauer die Wahl, Sendungen zu vorgesehener Uhrzeit zu schauen oder einfach auf Abruf: Auf Tablets, Smartphones und Smart-TVs kann man die "Tagesschau" pünktlich um 20 Uhr verfolgen oder in der Mediathek die von vorgestern angucken. Oder Sendungen sehen, die erst zehn Tage später ins Fernsehen kommen.

Die ARD hat außerdem bereits angekündigt, sie wolle dorthin gehen, wo die Nutzer sind - in den sozialen Netzwerken wie Facebook zum Beispiel oder bei Drittplattformen wie YouTube. "Funk" ist ein Beispiel dafür, das gemeinsame Angebot von ARD und ZDF für jüngere Zielgruppen, oder der noch ganz neue YouTube-Kanal für Reportagen und Dokumentationen vom WDR.

Privatsender fordern Konzentration auf Grundauftrag

Der Verband Privater Rundfunk und Telemedien (VPRT) sieht eine Ausweitung des Programmangebots von ARD und ZDF im Netz kritisch. Bei seiner Mitgliederversammlung Anfang September in Berlin präsentierte der VPRT "Sechs Thesen zum öffentlich-rechtlichen Rundfunk". Eine davon lautet "Weniger ist mehr". Der Gesamtumfang der Programm- und Onlineangebote müsse "minimiert und die Vielzahl der Beteiligungen und kommerziellen Aktivitäten hinterfragt werden".

Der VPRT dringt auf eine "Strukturreform ohne Denkverbote" und verlangt unter anderem, eine Reduzierung der Werbung bei ARD und ZDF und eine Begrenzung des Telemedienauftrags - etwa bei der Frage, was die öffentlich-rechtlichen Sender wie lange in ihren Mediatheken zeigen dürfen. Die ARD sieht ihre Digitalangebote dagegen als Beitrag, ihrem öffentlich-rechtlichen Auftrag nachzukommen, alle Altersgruppen und sozialen Schichten über alle relevanten Mediengattungen zu erreichen.

Döpfner spricht von Wettbewerbsverzerrung

Kritisch sieht auch der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) das Engagement der öffentlich-rechtlichen Sender mit Blick auf digitale Angebote. Bei seinem Jahreskongress vor zwei Wochen in Stuttgart kritisierte BDZV-Präsident Mathias Döpfner "eine gebührenfinanzierte digitale Staats-Presse, die den Wettbewerb verzerrt und uns Presseverlagen kaum Entfaltungsmöglichkeiten lässt."

Den Zeitungsverlegern sind insbesondere Angebote in den Apps oder den Webseiten der Sender ein Dorn im Auge, die nicht nur aus Film- oder Radiobeiträgen bestehen, sondern zusätzlich aus Texten, die die Chancen eigener Bezahlangebote verschlechterten. In dem Punkt hält auch der BDZV das VPRT-Motto "Weniger ist mehr" für passend. Die Diskussion über all diese Fragen dürfte erst richtig losgehen, wenn die Rundfunkkommission die Berichte erhalten hat.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Klingt wie eine Legende: Teufels beliebteste Speaker
jetzt die Ultima 40 Serie entdecken
Klingelbonprix.detchibo.deCECILStreet OneLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal
Das Unternehmen
  • Ströer Digital Publishing GmbH
  • Unternehmen
  • Jobs & Karriere
  • Presse
Weiteres
Netzwerk & Partner
  • Stayfriends
  • Erotik
  • Routenplaner
  • Horoskope
  • billiger.de
  • t-online.de Browser
  • Das Örtliche
  • DasTelefonbuch
  • Erotic Lounge
  • giga.de
  • desired.de
  • kino.de
  • Statista
Telekom Tarife
  • DSL
  • Telefonieren
  • Magenta TV
  • Mobilfunk-Tarife
  • Datentarife
  • Prepaid-Tarife
  • Magenta EINS
Telekom Produkte
  • Kundencenter
  • Magenta SmartHome
  • Telekom Sport
  • Freemail
  • Telekom Mail
  • Sicherheitspaket
  • Vertragsverlängerung Festnetz
  • Vertragsverlängerung Mobilfunk
  • Hilfe
© Ströer Digital Publishing GmbH 2018