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Dax-Höhenflug: Wie hoch ist jetzt das Crash-Potenzial?

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Aktienmarkt im Höhenrausch  

So hoch ist jetzt das Crash-Potenzial beim Dax

16.10.2017, 17:08 Uhr | Thomas Badtke, t-online.de

Dax-Höhenflug: Wie hoch ist jetzt das Crash-Potenzial?. Der Dax hat an der 13.000-Punkte-Marke gekratzt – freilich nur kurz. (Quelle: dpa/Arne Dedert)

Der Dax hat an der 13.000-Punkte-Marke gekratzt – freilich nur kurz. (Quelle: Arne Dedert/dpa)

Nach mehreren Anläufen hat der Dax zum ersten Mal die 13.000-Punkte-Marke geknackt. Allerdings notierte der deutsche Leitindex wenig später wieder unterhalb der runden Marke. Droht der Rally damit ein jähes Ende? t-online.de hat Börsenexperten gefragt, welche Chancen und Risiken sie sehen.

Am 12. Oktober 2017, um genau 16.16 Uhr, hat der Dax die Marke von 13.000 Punkten erstmals übersprungen. Mehrere Anläufe waren dafür nötig. Zum Handelsende lag der deutsche Börsenleitindex freilich wieder darunter. Das gleiche Bild zeigte sich auch an den Folgetagen – ein Zeichen dafür, dass dem Markt die Folgekäufer fehlen. "Dennoch: Der Ausbruch über die längst fällige 13.000er-Marke ist vollbracht", sagt Aktienmarktexperte Daniel Saurenz von Feingold Research.

Er sieht noch "Luft bis etwa 13.400 Zähler", warnt aber auch vor Risiken. Ein Risikofaktor sei beispielsweise die geplante Steuerreform von US-Präsident Donald Trump. "Die ist meiner Ansicht nach bereits mindestens zur Hälfte eingepreist im Markt", so Saurenz. "Sollte sie nicht kommen, birgt das natürlich Enttäuschungspotenzial." Zudem stehen noch einige Noten- und Zentralbanksitzungen an, die vielleicht doch für die eine oder andere Überraschung sorgen könnten.

Experte rät, aufs Zinsumfeld achten

Saurenz rät Anlegern deshalb, unbedingt den Zinsmarkt im Auge zu behalten: "Das Zinsumfeld ist das A und O, es bestimmt, was mit dem Vermögen passiert. Kommt es etwa zu einem massiven Anstieg bei den zehnjährigen US-Bonds, wird es sehr interessant. Dann heißt es: Aufpassen!", warnt der Frankfurter Analyst, der selbst derzeit aber keinen Grund für deutlich höhere Zinsen sieht.

Vielmehr verweist er darauf, dass das niedrige Zinsumfeld einer der Hauptimpulsgeber für die steigenden Aktienkurse ist: "Die Anleger kaufen nicht aus Überzeugung, haben eigentlich ein schlechtes Bauchgefühl", erklärt Saurenz. "Dennoch nutzen sie jeden Rücksetzer für einen Einstieg in den Markt – das ist ein Stück weit vergleichbar mit dem Berliner Immobilienmarkt."

Dass viele Anleger noch am Seitenrand stehen und in den Markt drängen, birgt natürlich Gefahrenpotenzial. "Aber es heißt ja nicht umsonst: Märkte können weitaus länger irrational bleiben als man selber liquide", so der Experte. "Man kann derzeit den Eindruck gewinnen, dass der Markt vollkommen immun ist gegenüber äußeren Gefahren."

Markt blendet Risiken aus

Zu diesem Schluss kommt auch Fiduka-Chef Herrmann. "Die Störfaktoren – wie etwa der Nordkorea-Konflikt – werden ausgeblendet", erklärt er. "Stattdessen konzentriert man sich derzeit wieder deutlich mehr auf die Fundamentaldaten." Und von dieser Seite sieht es sehr gut aus: Die Bundesregierung hat jüngst ihre Wachstumsprognose für die deutsche Wirtschaft erhöht.

Die Auftragsbücher der Industrieunternehmen sind prall gefüllt. Die Exportwirtschaft brummt. "Das alles spricht für eine starke Berichtssaison", prognostiziert Herrmann. "Aber genau darin besteht auch die größte Gefahr." Dem Fiduka-Chef zufolge sind die Erwartungen der Analysten und Anleger an überdurchschnittlich gute Quartalsergebnisse entsprechend hoch – die Gefahr, dass es teilweise zu herben Enttäuschungen kommt, ebenso.

"Ein gewisses Konsolidierungspotenzial ist somit durchaus vorhanden", so Herrmann. "Wenn wir jetzt 200 bis 300 Punkte zurückgehen würden, wäre das eher gesund nach dem zurückliegenden rund 1000-Punkte-Anstieg. Was nützt es denn, wenn der Dax jetzt sofort auf 13.200 klettert und ihm dann nachhaltig die Puste ausgeht?"

War die Herbstrally die Jahresendrally?

Grundsätzlich sehen Herrmann und Saurenz derzeit gleichermaßen ein "ideales Umfeld für Aktien". "Geopolitische Schocks einmal außen vor gelassen, ist der Markt derzeit fair bewertet", begründet der Fiduka-Chef. "Anzeichen für einen Crash sehe ich nicht, weil ich auch keine für eine Rezession sehe."

Einen Crash schließt auch Feingold-Research-Experte Saurenz vorerst aus. "Es stellt sich aber die Frage, ob die Jahresendrally bereits gelaufen ist. Der September, eigentlich ein sehr schwacher Monat, hat extrem gut performt. Ich könnte mir vorstellen, dass spätestens im November alles vorbei ist."

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