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Wirtschaft - Studie: Viele Firmen scheuen wegen Bürokratie Investitionen im Inland


Wirtschaft  

Studie: Viele Firmen scheuen wegen Bürokratie Investitionen im Inland

14.11.2017, 05:53 Uhr | dpa-AFX

MÜNCHEN (dpa-AFX) - Wegen schlechter Standortbedingungen investieren deutsche Firmen einer Umfrage zufolge längst nicht so viel im Inland, wie sie eigentlich könnten. Nur etwa jede dritte befragte Firma (36,3 Prozent) will in den kommenden Jahren bei ihren Investitionen stärker auf Deutschland setzen, wie aus der Befragung des Ifo-Instituts im Auftrag der Stiftung Familienunternehmen hervorgeht. Dies ist nach Darstellung der Autoren insofern wenig, als in den vergangenen fünf Jahren gut die Hälfte der befragten Firmen angab, den Inlandsanteil an ihren Gesamtinvestitionen erhöht zu haben (51,2 Prozent). Die Autoren vermuten, dass das heimische Investitionspotenzial "nicht voll umfänglich ausgeschöpft" werde.

Begründet wird dies mit negativen Rahmenbedingungen durch die Politik. So hätten Vorgaben zum Arbeitsrecht für steigende Bürokratiekosten gesorgt. Zudem schrecke manche Firma wegen rigider Bauvorgaben vor einer Erweiterung seiner Fabrik oder anderer Anlagen zurück - dies geschehe dann bei Standorten im Ausland, während man im Inland vor allem auf Ersatzinvestitionen setze.

"Die derzeit gute Wirtschaftslage birgt die Gefahr, dass die Politik sich zu wenig um angemessene Rahmenbedingungen für Investitionen und die Schaffung von Arbeitsplätzen in Deutschland kümmert", warnte Ifo-Chef Clemens Fuest. Stiftungsvorstand Rainer Kirchdörfer appellierte an die Poltik, die Rahmenbedingungen zu verbessern. Für die Studie waren 1500 Firmen befragt worden, von denen sich drei Viertel als Familienunternehmen versteht. Sie kamen aus verschiedenen Branchen, ob Industrie, Dienstleistungen oder Gastgewerbe.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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