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6900 Stellen werden weltweit bei Siemens abgebaut


Massiver Stellenabbau  

Siemens schließt mindestens zwei deutsche Werke

16.11.2017, 20:08 Uhr | dpa, cwe

6900 Stellen werden weltweit bei Siemens abgebaut  . Siemens Mitarbeiter bei einer Protestaktion am Werk in Görlitz. (Quelle: dpa/Pawel Sosnowski)

Siemens Mitarbeiter bei einer Protestaktion am Werk in Görlitz. (Quelle: Pawel Sosnowski/dpa)

Wegen Problemen in der Kraftwerks- und Antriebssparte baut Siemens fast 7000 Stellen ab. In Deutschland sollen zwei Werke komplett geschlossen werden.

Weltweit sollen rund 6900 Jobs gestrichen werden, davon etwa die Hälfte in Deutschland, so der DAX-Konzern. Zwei Werke im sächsischen Görlitz und in Leipzig mit zusammen 920 Arbeitsplätzen sollen geschlossen werden, wie das Unternehmen in München mitteilte.

Durch die geplante Zusammenlegung des in Erlangen und Offenbach angesiedelten Lösungsgeschäfts der Kraftwerkssparte dürfte auch der Standort Offenbach mit rund 700 Beschäftigten vor dem Aus stehen. Für ein Werk in Erfurt prüft Siemens zudem mehrere Optionen, darunter auch einen Verkauf. Die Maßnahmen sollten möglichst sozialverträglich gestaltet werden, erklärte Siemens.

Siemens bleibt auf Turbinen sitzen

Schon seit längerem wird Siemens in der Kraftwerkssparte mit weltweit rund 46.800 Beschäftigten vor allem seine großen Gasturbinen in Deutschland und Europa nicht mehr los. Das sorgt für Preisverfall und Überkapazitäten.

Das Geschäftsfeld Prozessindustrie und Antriebe mit zuletzt rund 44.800 Mitarbeitern weltweit bietet etwa Getriebe, Motoren, Antriebe und Kupplungen für die Öl-, Gas- und Bergbauindustrie an. Es ist damit auch stark von den Rohstoffpreisen abhängig. In beiden Sparten hatte Konzernchef Joe Kaeser bereits Jobs gekappt.

Schon vor Bekanntgabe der Kürzungspläne hatte die Siemens-Führung auch betriebsbedingte Kündigungen nicht ausgeschlossen. Die IG Metall sieht darin einen Bruch der bei Siemens geltenden Vereinbarung zur Standort- und Beschäftigungssicherung. Sie hatte deshalb massiven Widerstand gegen die Pläne angekündigt.

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