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Ryanair: Erster Warnstreik verpufft – keine Flugausfälle

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Keine Flugausfälle  

Erster Warnstreik der Geschichte bei Ryanair verpufft

22.12.2017, 11:06 Uhr | dru, dpa, rtr

Ryanair: Erster Warnstreik verpufft – keine Flugausfälle. Maschine der Ryanair in London: Die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit hat für Freitagmorgen zum Warnstreik aufgerufen. (Quelle: dpa/Niall Carson/PA Wire)

Maschine der Ryanair in London: Die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit hat für Freitagmorgen zum Warnstreik aufgerufen. (Quelle: Niall Carson/PA Wire/dpa)

Kurz vor Weihnachten haben die deutschen Piloten von Ryanair gestreikt – das große Chaos für die Kunden blieb jedoch aus. Die Airline mobilisierte kurzfristig Ersatz.

Der erste Warnstreik bei Ryanair hat den Flugbetrieb des irischen Billigfliegers in Deutschland kaum beeinträchtigt. An den Flughäfen Frankfurt, Berlin und Köln/Bonn kam es am Freitagmorgen nach Angaben der Airports zu Verspätungen, aber keinen Ausfällen. "Unterm Strich gibt es keine signifikanten Auswirkungen", sagte ein Sprecher der Berliner Flughäfen.

Die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit hatte Festangestellte unter den rund 400 Ryanair-Piloten in Deutschland zu Warnstreiks bei 16 Flügen zwischen 05.00 und 09.00 Uhr aufgerufen. Doch die Airline habe Piloten eingesetzt, die in der Probezeit oder selbstständig seien, erklärte VC-Sprecher Markus Wahl.

Verspätungen, aber keine Ausfälle

An Deutschlands größtem Flughafen in Frankfurt wurden die sechs geplanten Flüge wie gewohnt abgefertigt, keiner wurde abgesagt. Auch am Flughafen Berlin-Schönefeld lief der Betrieb weitgehend normal. An den Flughäfen Köln/Bonn und Weeze sollten alle acht Flüge stattfinden. Teilweise kam es zu Verspätungen.

"Ich bin positiv überrascht", sagte Biologie-Professor Jude Marek Przyborski aus Heidelberg, der mit Ryanair von Frankfurt nach Glasgow fliegen wollte. Antonino Salviati, der mit seiner Frau und zwei Kindern auf den Weg zum Weihnachtsurlaub mit der Familie in Catania/Sizilien war, zeigte sich erleichtert. "Entspannt bin ich aber erst, wenn wir eingecheckt haben", sagte er in der Abflughalle des Frankfurter Flughafens.

Die Vereinigung Cockpit zeigte sich dennoch zufrieden mit dem Warnstreik. "Die Streikbeteiligung ist absolut zufriedenstellend", sagte VC-Sprecher Markus Wahl. Es gebe deutliche Verspätungen. Ryanair habe über Nacht nicht-festangestellte und ausländische Piloten geholt und eingesetzt. "Die Piloten fehlen jetzt woanders."

Erster Streik bei Ryanair

Zu dem Streik hatte VC alle rund 200 in Deutschland fest angestellten Ryanair-Piloten aufgerufen. Es ist der erste Streik in der Geschichte des 1985 gegründeten Billigfliegers, der die höchsten Passagierzahlen in ganz Europa aufweist. An den Weihnachtsfeiertagen solle aber nicht gestreikt werden, versicherte Gewerkschaftschef Ilja Schulz.

Ryanair kritisierte den Streik scharf und entschuldigte sich bei ihren Passagieren. Es hätten aber keine Flüge storniert werden müssen, teilte das Unternehmen mit. Der Warnstreik sei eine "unnötige" Aktion gewesen. 

Verhandlungen gescheitert

Am Mittwoch waren Sondierungsgespräche zwischen Ryanair und Gewerkschaft überraschend geplatzt, weil Ryanair zwei VC-Vertreter als Verhandlungspartner abgelehnt hatte. Die Verhandlungen seien damit gescheitert, teilte die VC mit. Die beiden abgelehnten Verhandler stehen mit Ryanair in arbeitsrechtlichen Kündigungsschutzprozessen.

Zuvor hatte Ryanair noch Verhandlungsbereitschaft signalisiert. Vergangene Woche lud die Airline die verschiedenen nationalen Gewerkschaften überraschend zu Gesprächen ein. Die Gewerkschaften hatten daraufhin erste konkrete Streikdrohungen zurückgenommen, um die Gespräche nicht zu belasten.

Ryanair-Piloten organisieren sich europaweit

Die Piloten organisieren ihre Aktivitäten zum Arbeitskampf weiterhin europaweit. Der vierstündige Warnstreik ist aber auf die deutschen Standorte beschränkt. Nach Angaben der VC gibt es bereits in Irland, Portugal, Spanien, Italien, Niederlanden, Schweden und Deutschland öffentlich bekanntgemachte Tarifkommissionen. In Irland hat Ryanair die dortige Gewerkschaft Impact schriftlich als Interessenvertretung anerkannt.

Die Gewerkschaften verlangen eine Vielzahl von Verbesserungen in den Arbeitsverhältnissen der rund 4000 Ryanair-Piloten. Unter anderem stören sie sich an schlecht strukturierten Einsatzplänen, plötzlichen und als willkürlich empfundenen Versetzungen, geringen Fix-Gehältern und dem weit verbreiteten System sogenannter Vertragspiloten.

Quelle:
dpa, Reuters

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