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Wie AktionÀre an die richtigen Informationen kommen

dpa, Falk Zielke

Aktualisiert am 10.01.2018Lesedauer: 2 Min.
Börsensaal der Deutschen Börse in Frankfurt am Main: Wer sein Geld in Aktien investiert, sollte sich vorher ein Bild ĂŒber das Unternehmen machen.
Börsensaal der Deutschen Börse in Frankfurt am Main: Wer sein Geld in Aktien investiert, sollte sich vorher ein Bild ĂŒber das Unternehmen machen. (Quelle: Alexander Heinl/dpa-tmn-bilder)
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Wer sein Geld in Aktien investieren will, sollte sich das börsennotierte Unternehmen vor dem Kauf genauer anschauen. Doch auf welche Informationen kommt es an? Und wo sind diese zu finden?

Aktien bringen mehr Rendite als Sparbuch und Tagesgeldkonto. Trotzdem ist die Zahl der AktionĂ€re in Deutschland nach Angaben des Deutschen Aktieninstituts (DAI) zuletzt gesunken. Allzu oft werden die Wertpapiere als riskant wahrgenommen, schließlich schwanken die Kurse an den Börsen tĂ€glich.

Dabei haben Anleger Einfluss darauf, wie viel Risiko sie eingehen. Die Hauptsache sind Informationen: Je mehr ein Anleger ĂŒber ein Unternehmen weiß, desto besser kann er die Entwicklungen einschĂ€tzen. "Am wichtigsten ist es, dass man versteht, was die Gesellschaft macht", sagt Lothar Koch von der GSAM + Spee Asset Management AG in DĂŒsseldorf. Sechs Quellen – und welche Rolle sie spielen:

1. Investor Relations

Wer Anteile eines Unternehmens hĂ€lt, will die wirtschaftliche Lage eines Unternehmens einschĂ€tzen können. Einen Teil dieser Infos finden Anleger auf der Website der Firma im Bereich Investor Relations, wie Claus Walter erklĂ€rt, GeschĂ€ftsfĂŒhrer der Freiburger Vermögensmanagement GmbH. "Anleger können hier einen guten ersten Überblick bekommen", sagt auch JĂŒrgen Kurz von der Deutschen Schutzvereinigung fĂŒr Wertpapierbesitz (DSW).

Info
Unter "Investor Relations" finden Nutzer zum Beispiel den GeschĂ€ftsbericht und die Quartalszahlen. Auch ein Finanzkalender, Informationen ĂŒber die AktionĂ€rsstruktur oder Dividendenzahlungen stehen hier meist.

2. GeschÀftsbericht

Aktiengesellschaften mĂŒssen Anleger umfassend ĂŒber ihre Lage informieren. Das tun sie unter anderem im jĂ€hrlichen GeschĂ€ftsbericht. "Diese Dokumente sind meist sehr ausfĂŒhrlich und enthalten viele Zahlen", erklĂ€rt Kurz. "FĂŒr Kleinanleger ist das oft abschreckend." Doch keine Sorge: Aus Sicht der Experten mĂŒssen Anleger diese dicken Werke nicht unbedingt wĂ€lzen.

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Tipp
"Lesen Sie den Lagebericht", rÀt Kurz. Dieser sei meist Teil des GeschÀftsberichtes und stelle auf wenigen Seiten dar, wie das Unternehmen dasteht und gebe einen Ausblick auf die nÀhere Zukunft.

3. Ad-hoc-Meldungen

Aktiengesellschaften sind verpflichtet, kursrelevante Informationen unmittelbar zu veröffentlichen, damit Anleger fundierte Entscheidungen treffen können und gegenĂŒber Insidern nicht benachteiligt sind. Diese Mitteilungen werden als Ad-hoc-, Börsen- oder als Pflichtmitteilungen bezeichnet.

Zwar dienen Ad-hoc-Meldungen in erster Linie dazu, Marktmissbrauch vorzubeugen. "Es wird aber auch manchmal dazu genutzt, eine hohe Aufmerksamkeit zu erreichen", erklĂ€rt Vermögensberater Walter. Daher sollten Anleger die Mitteilungen nicht ĂŒberbewerten.

Tipp
Walter rĂ€t deshalb: "Privatanleger sollten möglichst mit einer langfristigen Perspektive von Jahren – besser noch Jahrzehnten – investieren und sich nicht zu sehr von Ad-hoc-Meldungen verunsichern lassen."

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4. Analysten

Auch Geldinstitute und Investmentgesellschaften kaufen Aktien. Bevor sie dies tun, nehmen eigene Experten Aktientitel und auch Branchen oder LĂ€nder genauer unter die Lupe. Die Analysten geben neben einer allgemeinen Bewertung oft auch eine Empfehlung ab: Soll ein Titel gekauft, gehalten oder besser verkauft werden?

In der Regel sind diese Berichte öffentlich zugÀnglich: "Viele Experten veröffentlichen Analysen von Unternehmen oder Branchen im Internet oder in anderen Medien", erklÀrt Walter. "Sie können dabei helfen, besondere Aspekte, Chancen und Gefahren zu entdecken."

Tipp
Anleger sollten die Berichte allerdings kritisch lesen: "Analysen gibt es wie Sand am Meer", sagt Vermögensverwalter Koch. "Fast alle Meinungen sind vertreten. Das Mitdenken ist strenge Pflicht."

5. Börsenbriefe

Um die Aufmerksamkeit der Anleger werben auch Börsenbriefe. Hier beschÀftigen sich Finanzexperten mit Aktien, Branchen, LÀndern. Die Expertisen kosten in der Regel Geld, ein Teil der Informationen ist manchmal kostenlos.

Tipp
Anleger sollten sich bei der LektĂŒre laut Kurz aber immer fragen: "Welches Interesse hat der Autor mit der Weitergabe der Informationen?"

6. Internetforen

Zahlreiche Finanzportale bieten Foren an, in denen Anleger diskutieren können. "GrundsÀtzlich ist der Austausch mit Gleichgesinnten eine gute Sache, um andere Perspektiven und Standpunkte kennenzulernen", findet Vermögensberater Walter. "Ob die allerdings fachlich fundiert sind oder aus reinem Eigeninteresse ins Netz gestellt werden, lÀsst sich kaum feststellen."

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