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Wirtschaft - Aktien New York: Dow Jones lässt 25 000 Punkte hinter sich

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Wirtschaft  

Aktien New York: Dow Jones lässt 25 000 Punkte hinter sich

04.01.2018, 20:54 Uhr | dpa-AFX

NEW YORK (dpa-AFX) - Die US-Börsen befinden sich weiter im Höhenrausch. Der Dow Jones Index ließ am Donnerstag schon kurz nach der Startglocke erstmals die Marke von 25 000 Punkten hinter sich. Im vergangenen Jahr hatte der Index gleich fünf Tausendermarken geknackt. Auch der breit aufgestellte S&P-500 und der Technologie-Index Nasdaq-100 stiegen am Donnerstag erneut auf Höchststände. Die weltweit solide Konjunktur im Verein mit niedrigen Zinsen und noch immer üppiger Liquidität befeuert die Aktien nach wie vor.

Die US-Börsen schlossen sich damit nahtlos dem Aufwärtsdrang an den asiatischen und europäischen Märkten an. Optimistische Konjunkturaussichten wurden von starken Jobdaten des privaten Dienstleisters ADP in den USA gestützt. Diese lassen Positives für den am Freitag anstehenden offiziellen Arbeitsmarktbericht für den Dezember erwarten.

Der Dow Jones Index stieg zuletzt um 0,61 Prozent auf 25074,74 Punkte. Der S&P 500 legte um 0,48 Prozent auf 2725,96 Punkte zu. Der zuletzt bereits stark gestiegen Nasdaq 100 verlor etwas an Dynamik, er rückte nur leicht um 0,14 Prozent auf 6584,66 Punkte vor.

"Gegenwärtig braucht ein Händler schon viel Mut, um sich kurz- bis mittelfristig gegen die Aktienstärke zu stellen", schrieb James Hughes vom Broker Axitrader in einem Marktkommentar. Sollte der Arbeitsmarktbericht am Freitag den starken ADP-Bericht bestätigen, dann dürfte sich der Dow Jones Index zügig von der 25 000er Marke nach oben absetzen, prognostizierte der Analyst.

Doch auch am US-Aktienmarkt gab es nicht nur Licht, sondern auch Schatten. So weiteten Intel die Kursverluste nach den enthüllten Sicherheitslücken bei Prozessoren aus. Sie fielen um weitere 2,39 Prozent und lagen wie schon am Vortag abgeschlagen am Ende des Dow Jones Index. Das Unternehmen teilte mit, dass bereits mit zahlreichen Partnern daran gearbeitet werde, um die Lücke mit Software-Aktualisierungen zu stopfen.

Titel des Konkurrenten AMD legten dagegen um 5,67 Prozent erneut kräftig zu, nachdem sie schon am Mittwoch von den Ereignissen rund um Intel profitiert hatten. Auch andere Chip-Hersteller wie Micron und Xilinx legten zu. "Entscheidend wird sein, ob Wettbewerber wie AMD und andere beweisen können, dass diese Angelegenheit nur Intel betrifft", schrieb der Analyst Amit Daryanani von der Bank RBC. Sollte ihnen das gelingen oder sollten die Software-Aktualisierungen die PC-Leistung erheblich mindern, dann könnte Intel tatsächlich Marktanteile verlieren.

Unter starkem Druck standen Papiere großer Einzelhändlern wie Macy's, J.C. Penney und Target, die zwischen 1,7 und 4,2 Prozent einbüßten. Sie könnten nach Einschätzung von Händlern unter einer herben Gewinnwarnung von Debenham leiden. Die Gewinnprognose der britischen Kaufhauskette für 2018 liegt den Analysten von Goldman Sachs zufolge um 27 Prozent unter der aktuellen Markterwartung. Debenham-Aktien waren in London um mehr als 16 Prozent eingebrochen. Hinzu kommt, dass die Kaufhauskette Macy's Filialen schließen will und dafür Sonderbelastungen anfallen.

Der Elektroautobauer Tesla kommt mit seinem Hoffnungsträger Model 3 weiterhin nicht wie erhofft voran. Im vierten Quartal waren lediglich 1550 Stück von Teslas erstem Mittelklassewagen ausgeliefert worden. Damit wurden die bereits gesenkten Erwartungen von Analysten enttäuscht. Der Aktienkurs von Tesla sank um 0,7 Prozent.

Nicht gut an kam bei Investoren, dass der ehemalige Chef des niederländischen Telekomanbieters Altice, Michel Combes, auf den Posten des Finanzchefs bei Sprint wechselt. Sprint-Aktien büßten 4,15 Prozent ein. Combes hatte im November bei Altice nach nur gut einem Jahr seinen Posten geräumt. Investoren waren von den Gewinnaussichten und den hohen Schulden von Altice beunruhigt gewesen.

Die Aktien der international aufgestellten Apothekenkette Walgreens Boots Alliance sackten nach Zahlen zum ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres um 4,05 Prozent ab. Der Analyst Eric Coldwell vom Investmenthaus R.W. Baird verwies auf schwierige Marktbedingungen in Teilen Europas. Zudem leidet das Unternehmen wie viele andere stationäre Händler auch unter dem ungebrochenen Trend zum Online-Shopping.

Weniger spektakulär waren die Quartalsergebnisse von Monsanto. Vor der geplanten Übernahme durch Bayer hatte der US-Agrarkonzern durchwachsene Zahlen vorgelegt, der Kurs trat mit 118 US-Dollar auf der Stelle.

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