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IG Metall-Chef Hofmann droht mit machtvollen Streiks

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Tarifstreit spitzt sich zu  

IG Metall-Chef droht mit machtvollen Streiks

10.01.2018, 09:43 Uhr | dru, AFP, dpa

IG Metall-Chef Hofmann droht mit machtvollen Streiks. Jörg Hofmann: Der Gewerkschafts-Chef warnt die Arbeitgeber vor einer deutlichen Ausweitung der Streiks. (Quelle: dpa/Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild)

Jörg Hofmann: Der Gewerkschafts-Chef warnt die Arbeitgeber vor einer deutlichen Ausweitung der Streiks. (Quelle: Sebastian Willnow/dpa-Zentralbild/dpa)

Die IG Metall lässt im Tarifstreit nicht locker. Den dritten Tag in Folge legten Beschäftigte am Mittwoch die Arbeit nieder. Vor der nächsten Verhandlungsrunde erhöht Gewerkschaftschef Hofmann den Druck auf die Arbeitgeber.

Im Tarifstreit in der Metall- und Elektroindustrie hat die Gewerkschaft IG Metall den Arbeitgebern mit einer Verschärfung des Arbeitskampfes gedroht. "Wir haben mit den Warnstreiks begonnen und werden diese in den nächsten Tagen noch steigern", sagte der Chef der Gewerkschaft, Jörg Hofmann, der "Passauer Neuen Presse".

Sollte der Arbeitgeberverband Gesamtmetall bis Ende Januar nicht einlenken, gebe es eine weitere Steigerung. "Dann sehen wir, ob es Sinn macht, weiter zu verhandeln, ob es ganztägige Warnstreiks geben wird oder gleich die Urabstimmung über Flächenstreiks", warnte Hofmann.

Warnstreiks gehen am Mittwoch weiter

Im Kampf um 6 Prozent mehr Lohn und kürzere Arbeitszeiten hatte die IG Metall am Montag zu Warnstreiks aufgerufen und diese am Dienstag kräftig nochmals ausgeweitet. Vor der Fortsetzung der Tarifverhandlungen an diesem Donnerstag will die IG Metall so den Druck auf die Arbeitgeber weiter erhöhen.

Für Mittwoch kündigte die Gewerkschaft Arbeitsniederlegungen im Südwesten unter anderem bei Daimler in Stuttgart und bei der Heidelberger Druckmaschinen AG an. Um kurz nach Mitternacht zog in Neckarsulm ein Fackelmarsch mit rund 330 bis 350 Beschäftigten über das Werksgelände des Automobilzulieferers Kolbenschmidt.

In Bayern sollten der Elektrokonzern Siemens, der Panzerbauer Kraus Maffei Wegmann und der Industrie- und Autozulieferer Schaeffler bestreikt werden, im Norden unter anderem Hydro Aluminium in Hamburg sowie in Niedersachsen Linde & Wiemann.

Zustimmung für Gewerkschaftsforderung

Neben einer Lohnerhöhung fordert die IG Metall das Recht für jeden Beschäftigten, seine Arbeitszeit bis zu zwei Jahre lang von 35 auf 28 Stunden pro Woche zu verkürzen, mit teilweisem Lohnausgleich. Die Forderung findet auch in der Bevölkerung große Zustimmung, wie eine Civey-Umfrage im Auftrag von t-online.de zeigt.

Die Arbeitgeber halten diese Forderung für unrechtmäßig, diskriminierend und rechtswidrig. IG Metall-Chef Hofmann sprach nun von einer "Angstkampagne" der Betriebe. "Es geht um eine neue tarifliche Sozialleistung, die der Arbeitgeber erbringen sollte, davon sind wir überzeugt", bekräftigte Hofmann in der "Passauer Neuen Presse".

Bei "gesellschaftlich wichtigen Aufgaben wie Gesundheit, Erziehung und Pflege" seien die Arbeitgeber in der Verantwortung, so Hofmann weiter. "Sie scheuen sich davor anzuerkennen, dass Eigentum verpflichtet", kritisierte der Gewerkschaftschef.

Sollte Gesamtmetall die Forderungen vor Gericht anfechten, hätte dies aus Sicht Hofmanns "gravierende Langfristfolgen". "Wenn die Arbeitgeber nicht mehr in der Lage sind, Tarifkonflikte mit uns am Verhandlungstisch auszutragen, dann schädigen sie die Tarifpartnerschaft nachhaltig und für lange Zeit." Laut Hofmann lägen die Kosten der Gewerkschaftsforderungen für die Arbeitgeber "in etwa bei einem Prozent der Lohnkosten".

Quellen:
- dpa, AFP
- Umfrage zur Arbeitszeit-Forderung der IG Metall

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