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Anton Schlecker bleibt auf einer Milliarde Schulden sitzen

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Insolvenzverfahren  

Anton Schlecker bleibt auf einer Milliarde Schulden sitzen

26.01.2018, 16:10 Uhr | dpa

Anton Schlecker bleibt auf einer Milliarde Schulden sitzen. Anton Schlecker beim Prozess in Stuttgart: Antrag auf Restschuldbefreiung zurückgezogen. (Quelle: dpa/Sebastian Gollnow)

Anton Schlecker beim Prozess in Stuttgart: Antrag auf Restschuldbefreiung zurückgezogen. (Quelle: Sebastian Gollnow/dpa)

Das Gefängnis blieb ihm erspart, seinen Schuldenberg wird Anton Schlecker aber vorerst nicht los. Einen Antrag auf Schuldenbefreiung zog er nun selbst zurück.

Dem früheren Drogerieunternehmer Anton Schlecker werden Schulden in Höhe von mehr als einer Milliarde Euro nicht erlassen. Ein Sprecher des Insolvenzverwalters bestätigte am Freitag Informationen von "Stuttgarter Zeitung" und "Stuttgarter Nachrichten", dass Schlecker den Antrag auf die sogenannte Restschuldbefreiung selbst zurückzogen habe.

Die Restschuldbefreiung sieht vor, dass ein Schuldner sechs Jahre nach Eröffnung eines Insolvenzverfahrens von seinen Schulden befreit werden kann, wenn er diese nicht begleichen kann. Dem Bericht zufolge hat Schlecker den Antrag zurückgenommen, um seinen Gläubigern zuvorzukommen.

Einige der Gläubiger wollten dem Bericht zufolge ihrerseits dagegen vorgehen, dass Schlecker künftig als schuldenfreier Mann lebt. Dies sei möglich, da Schlecker im November wegen Bankrotts zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt worden sei. Das Gesetz sieht vor, dass die Restschuldbefreiung versagt werden kann, wenn ein Schuldner wegen einer Bankrottstraftat zu mehr als 90 Tagessätzen oder zu mehr als drei Monaten Freiheitsstrafe verurteilt wird.

Dazu genügt es, dass ein einziger Gläubiger einen sogenannten Antrag auf Versagung der Restschuldbefreiung stellt. Zur Erinnerung: Schlecker hat insgesamt fast 23.000 Gläubiger. Für Schlecker bedeutet der Schritt, dass er kein Vermögen mehr aufbauen kann, sondern künftig alle zwei Jahre seine Vermögenswerte offenlegen muss, um darzulegen, dass er die Forderungen der Gläubiger nicht erfüllen kann.

Quelle:
- dpa
- Bericht der Stuttgarter Zeitung

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