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VW-Chef nennt Tierversuche "unethisch und abstoßend"


"Es gibt Dinge, die tut man schlicht nicht"  

VW-Chef nennt Tierversuche "unethisch und abstoßend"

30.01.2018, 07:41 Uhr | dpa , cwe

VW-Chef nennt Tierversuche "unethisch und abstoßend". VW-Chef Matthias Müller: Der heutige Konzernchef distanziert sich deutlich von den Tierversuchen. (Quelle: dpa/Andreas Arnold)

VW-Chef Matthias Müller: Der heutige Konzernchef distanziert sich deutlich von den Tierversuchen. (Quelle: Andreas Arnold/dpa)

Nach Bekanntwerden der Tierversuche im Auftrag deutscher Autobauer hat Volkswagen angekündigt, darauf künftig zu verzichten. Konzernchef Matthias Müller nennt die Versuche "abstoßend".

Nach Bekanntwerden des umstrittenen Diesel-Abgastests mit Affen hat Volkswagen VOLKSWAGEN AG VZO O.N. Aktie angekündigt, auf Tierversuche zu verzichten. "Wir wollen Tierversuche für die Zukunft absolut ausschließen. Damit so etwas nicht noch einmal passiert", sagte der VW-Generalbevollmächtigte Thomas Steg der "Bild"-Zeitung. VW lasse prüfen, was nach den Versuchen mit den Affen geschehen sei, in welchem Zustand sie übergeben wurden und wie es ihnen heute gehe.

Zuvor hatte auch VW-Konzernchef Matthias Müller die Versuche als inakzeptabel bezeichnet. "Die damals von der EUGT in den USA praktizierten Methoden waren falsch, sie waren unethisch und abstoßend. Mit Interessensvertretung oder wissenschaftlicher Aufklärung hatte das nichts, gar nichts zu tun", sagte Müller am Montagabend in Brüssel. "Mir tut es leid, dass Volkswagen als einer der Träger der EUGT an diesen Vorgängen beteiligt war. [...] Es gibt Dinge, die tut man schlicht nicht." Es müssten nun "alle nötigen Konsequenzen" gezogen werden.

Auch BMW und Daimler beteiligt

Die umstrittenen Tests sollen auch Thema im Bundestag werden. Die Grünen beantragten für diese Woche eine Aktuelle Stunde im Parlament. "Wir fordern die Bundesregierung auf, klar zu sagen, ob sie bereits von den zwielichtigen Methoden der Autoindustrie wusste und inwieweit diese sogar aus öffentlichen Geldern finanziert wurden", sagte Fraktionsgeschäftsführerin Britta Haßelmann. Sie warf den Autobauern vor, mit angeblich wissenschaftlichen Tierexperimenten und Tests an Menschen die Gefahr von Stickoxiden zu verharmlosen.

Die Autoindustrie hatte Wissenschaftler eingespannt, um mit der von BMW, Daimler und VW betriebenen Europäischen Forschungsvereinigung für Umwelt und Gesundheit im Transportsektor (EUGT) Gesundheitsgefahren von Dieselabgasen zu verharmlosen. Nachdem 2015 aufgeflogen war, dass VW bei Dieselfahrzeugen Messergebnisse manipuliert hatte, erklärten drei der sieben Mitglieder des Forschungsbeirates nach Informationen von "Süddeutscher Zeitung", NDR und WDR ihren Rücktritt. 


Quelle:
- dpa

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