Sie sind hier: Home > Finanzen > Unternehmen >

Anno August Jagdfeld verklagt Signal Iduna

Prozess um Rufmord  

Signal Iduna-Vorstand sagt zu 500-Millionen-Klage aus

06.02.2018, 12:11 Uhr | dpa

Anno August Jagdfeld verklagt Signal Iduna . Hotel-Investor Anno August Jagdfeld (Quelle: dpa/Bernd Thissen)

Hotel-Investor Anno August Jagdfeld: In dem Schadenersatzprozess gegen die Signal Iduna-Versicherung geht es um mehr als 500 Millionen Euro. (Quelle: Bernd Thissen/dpa)

Vor dem Dortmunder Landgericht hat die nächste Runde in einem der größten Schadenersatzprozesse der deutschen Wirtschaftsgeschichte begonnen.

Die Richter wollen aktuelle und ehemalige Vorstände der Dortmunder Versicherung Signal Iduna als Zeugen vernehmen. Der Immobilienunternehmer Anno August Jagdfeld wirft dem Konzern eine Rufmordkampagne im Zusammenhang mit der Wiedereröffnung des Berliner Hotels Adlon im Jahr 2009 vor.

Die Schadenersatzforderung Jagdfelds beläuft sich nach bisherigen Gerichtsangaben auf mindestens 530 Millionen Euro, nach Angaben der Jagdfeld-Anwälte ist sie inzwischen sogar fast verdoppelt worden. Die Schadenssumme belaufe auf nunmehr mindestens eine Milliarde Euro, teilte ein Vertreter der Jagdfeld Gruppe mit. Eine Stellungnahme der Gegenseite liegt dazu nicht vor.

Chancen auf Erfolg gering

Für den Wiederaufbau des Hotels Adlon hatte Jagdfeld einen geschlossenen Immobilienfonds aufgelegt, der den Anlegern hohe Renditen in Aussicht stellte. Die Signal Iduna hatte sich mit fünf Millionen Euro an dem Fonds beteiligt. Als der Erfolg auf sich warten ließ, gründete sich 2009 eine "Schutzgemeinschaft der Adlon-Anleger". In diesem Zusammenhang soll ein Rechtsanwalt Jagdfeld öffentlich kritisiert und dessen unternehmerische Fähigkeiten infrage gestellt haben. Der Immobilienunternehmer geht davon aus, dass dieser Anwalt von der Signal Iduna beauftragt worden war, die rufschädigenden Äußerungen zu tätigen.

In einem ersten Verhandlungstermin Ende 2016 hatte das Dortmunder Landgericht der Klage wenig Chancen auf Erfolg eingeräumt und eine Vergleichszahlung von 20 Millionen Euro vorgeschlagen. Nachdem die Rechtsanwälte des Immobilienunternehmers inzwischen weiter zum Sachverhalt vorgetragen haben, hält die Kammer eine Beweisaufnahme mit Zeugenvernehmungen nun für erforderlich. Den Rechtsanwalt kann indes niemand mehr befragen. Er ist inzwischen gestorben.

Verwendete Quellen:
  • dpa

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
15,- € Gutschein für Sie - nur bis zum 22.09.2019
bei MADELEINE

shopping-portal