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Panikverkäufe an der Börse: Die Schwarzen Tage des DAX

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Die größten Kurseinbrüche  

Panikverkäufe an der Börse: Die Schwarzen Tage des DAX

07.02.2018, 18:03 Uhr | sm, rtr

. Kurstafel an der Frankfurter Börse: Seit Einführung des DAX am  1. Juli 1988 gab es mehrere Kursrücksetzer im deutschen Leitindex. (Quelle: dpa/Frank Rumpenhorst)

Kurstafel an der Frankfurter Börse: Seit Einführung des DAX am 1. Juli 1988 gab es mehrere Kursrücksetzer im deutschen Leitindex. (Quelle: Frank Rumpenhorst/dpa)

Globale Krisen, Rezessionen, Rating-Abwertungen von Unternehmen oder Staaten, Wetterkatastrophen und Anschläge – Anleger an den Aktien- und Rohstoffmärkten müssen ihre Augen und Ohren stets offen halten. Seit Berechnung des DAX ab 1. Juli 1988 schlugen sich viele weltweite Entwicklungen auch auf den deutschen Leitindex nieder. Welche "Schwarzen Tage" gab es an der Frankfurter Börse und wie hoch waren die Verluste?

Kriterien für einen Crash sind unter anderem Panik, hohe Umsatzvolumen und satte Verluste. Beim bislang größten Börsenkrach der Nachkriegszeit am 19. Oktober 1987, als Spekulationen auf Zinserhöhungen den Dow-Jones-Index an der Wall Street um 23 Prozent einbrechen ließen, gab es den DAX noch nicht.

Eine Übersicht über die prozentual höchsten Verluste des DAX:


Die ersten Jahre und die Anschläge von 9/11

16. Oktober 1989: Der DAX fällt um rund 13 Prozent und folgt damit der Wall Street, wo Finanzierungsschwierigkeiten bei einem Unternehmensverkauf einen Crash auslösen.

19. August 1991: Ein später gescheiterter Putsch gegen den damaligen sowjetischen Präsidenten Michail Gorbatschow drückt den DAX um gut neun Prozent ins Minus.

28. Oktober 1997: In der Asienkrise sackt der DAX im Handelsverlauf um bis zu 13 Prozent ab und schließt mit 3.567 Punkten acht Prozent niedriger.

1. Oktober 1998: Nach der Schieflage eines Hedgefonds sowie einer Eskalation der Krisen in Asien, Japan, Lateinamerika und Russland zeigen sich die Börsen besorgt über einen Flächenbrand im Bankenwesen. Das drückt den DAX um acht Prozent ins Minus.

11. September 2001: Nach den Anschlägen in den USA fällt der DAX um neun Prozent.


Finanzkrise und Schuldenkrise

21. Januar 2008: Rezessionsängste in den USA drückt den DAX um sieben Prozent auf 6.790 Punkte ins Minus. Bei der Pleite der Investmentbank Lehman Brothers am 15. September kommt der Index aber glimpflich davon und verliert "nur" 2,7 Prozent.

6. Oktober 2008: Für den Immobilienfinanzierer Hypo Real Estate muss binnen einer Woche ein zweites Rettungspaket geschnürt werden. Der DAX verliert sieben Prozent.

8. Oktober 2008: Der Nikkei-Index stürzt infolge der Finanzkrise über neun Prozent ab. Der DAX verliert bis zu neun Prozent. Nach einer konzertierten Zinssenkungsrunde der großen Notenbanken erholen sich die Kurse nur leicht. Der DAX schließt mit einem Minus von sechs Prozent.

10. Oktober 2008: Rezessionsängste angesichts der Finanzkrise drücken den Nikkei-Index um zehn Prozent. Der DAX verliert sieben Prozent.

24. Oktober 2008: Ein erneuter Absturz der Tokioter Börse drückt den DAX in der Spitze um über elf Prozent.

8. August 2011: Nachdem die USA bei der Rating-Agentur Standard & Poor's ihre Bestnote als Kreditnehmer verlieren, brechen die Kurse ein – der DAX um rund fünf Prozent.

5. September 2011: Im Angesicht einer weltweiten Rezession und einer Ausweitung der Schuldenkrise in der Euro-Zone drückt den DAX 5,3 Prozent ins Minus.

1. November 2011: Der DAX verliert rund fünf Prozent. Auslöser ist die überraschende Ankündigung einer Volksabstimmung in Griechenland über ein Rettungspaket.

29. Juni 2015: Gescheiterte Gespräche zur Lösung der Schuldenkrise in Griechenland und die überraschende Ansetzung einer Volksabstimmung über die Forderungen der Gläubiger drücken den DAX gleich im frühen Handel um 4,6 Prozent auf 10.964 Punkte.


China, Brexit und die Zinsen

24. August 2015: Die Furcht vor einem deutlichen Konjunktureinbruch in China drückt den DAX erstmals seit Mitte Januar wieder unter die Marke 10.000 Punkten. Der Leitindex fällt in der Spitze um 7,8 Prozent. Spekulationen auf eine Geldspritze der chinesischen Notenbank bremsen am Abend die Talfahrt. Der DAX schließt 4,7 Prozent im Minus.

24. Juni 2016: Großbritannien entscheidet sich für den Ausstieg aus der EU. Der DAX bricht um 6,8 Prozent ein.

6. Februar 2018: Nach einem monatelangen Kursanstieg ohne größere Rücksetzer verliert der DAX zur Eröffnung bis zu 3,6 Prozent. Auslöser sind Spekulationen auf raschere Zinserhöhungen in den USA. Der Dow Jones verzeichnete zuvor mit einem Minus von 4,6 Prozent seinen größten Tagesverlust seit sechseinhalb Jahren.

Verwendete Quellen:
  • Reuters

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