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USA könnten bald Öl-Produzent Nummer eins werden

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Fracking sei dank  

USA auf dem Weg zum Öl-Produzenten Nummer eins

13.02.2018, 17:27 Uhr | dpa, rtr, jasch

USA könnten bald Öl-Produzent Nummer eins werden. Bohranlage in Colorado Springs, USA: Bei der Öl-Fördermenge könnten sich die USA bald vor Saudi-Arabien und Russland schieben. (Quelle: dpa)

Bohranlage in Colorado Springs, USA: Bei der Öl-Fördermenge könnten sich die USA bald vor Saudi-Arabien und Russland schieben. (Quelle: dpa)

In den USA wird derzeit so viel Rohöl gefördert, dass das Land Saudi-Arabien und Russland als größte Ölmächte verdrängen könnte. Verbraucher könnten sich über niedrigere Spritpreise freuen.

In den USA wird wieder so viel Rohöl gefördert, dass sinkende Ölpreise und damit auch niedrigere Spritkosten wahrscheinlicher werden. Das geht aus einem Bericht der Internationalen Energie Agentur (IEA) hervor. "Der schnelle Anstieg der Produktion außerhalb der Opec, angeführt von den USA, wird wahrscheinlich stärker zulegen als die Nachfrage", hieß es in dem IEA-Monatsbericht für Februar. Zuletzt hatte die US-Fördermenge ein Rekordhoch von 10,25 Millionen Barrel täglich erreicht.

Bereits vergangene Woche hatte die US-Ausrüsterfirma Baker Hughes einen starken Anstieg der Bohrlöcher gemeldet. Die Zahl der aktiven Bohrlöcher kletterte demnach in der vergangenen Woche auf 791, nach 765 in der Woche zuvor. Dies ist der höchste Stand seit April 2015. In einem Zeitraum von nur drei Monaten bis zum vergangenen November sei die US-Ölproduktion um "kolossale" 846.000 Barrel pro Tag gestiegen, schreiben die IEA-Experten.

Die Opec will die Förderung eigentlich stabilisieren

Sie gehen davon aus, dass die US-Produktion schon bald die Fördermenge von Saudi-Arabien übertreffen wird. Bis zum Ende des Jahres sei es zudem möglich, dass die USA auch Russland bei der Fördermenge übertrumpfen und zur neuen Nummer eins der Welt aufsteigen könnte.

Dieser Ölförderboom in den USA könnte Bemühungen der Organisation erdölexportierender Länder (Opec) ausbremsen: Die Opec versucht seit einigen Jahren, die Ölförderung zu drosseln und damit die Ölpreise zu stabilisieren.

Fracking ließ Ölpreise drastisch abstürzen

Hintergrund war ein erster Förderboom in den USA seit 2014. Neue Fördertechnologien ("Fracking") hatte es Produzenten dort ermöglicht, zuvor nicht nicht rentabel auszubeutende Quellen zu erschließen. Die folgende Überproduktion hatte zur Folge, dass die Preise für Rohöl von über 100 Dollar pro Barrel auf weit unter 50 Dollar pro Barrel sanken.

Die Opec und andere führende Produzentenländer hatten sich deswegen auf eine Förderbremse verständigt, die seit Anfang 2017 in Kraft ist. Die Ölpreise hatten seither wieder zugelegt. Die nun von der IEA vorgelegte Analyse kommt zum Schluss, dass sinkende Preise wahrscheinlicher werden.

Wiederholt sich die Geschichte, könnten viele Staaten leiden

Dem Bericht zufolge könnte die weltweite Ölnachfrage 2018 auf 1,4 Millionen Barrel am Tag ansteigen. Angetrieben von dem kräftigen US-Produktionsplus werde das Angebot die Nachfrage aber wahrscheinlich übersteigen. Dadurch dürften die zuletzt gesunkenen Lagerbestände wieder zunehmen und die Preise nachlassen.

Sollten die Ölpreise durch die Entwicklung wieder sinken, könnte sich die Geschichte wiederholen: Durch das weltweite Überangebot an Öl mussten US-Ölproduzenten in den vergangenen Jahren Tausende Arbeiter entlassen. Auch ganze Staaten gerieten unter Druck: Das stark vom Ölexport abhängige Russland verzeichnete eine enorme Haushaltslücke, Saudi-Arabien musste Steuern erhöhen und seinem Haushalt Geld zuschießen. Venezuela, das ölreichste Land der Welt, leidet seit seit dem Ölpreisverfall unter einer heftigen Wirtschaftskrise und politischen Unruhen.

Verwendete Quellen:
  • dpa
  • Reuters
  • Bericht der IEA
  • weitere Quellen
    weniger Quellen anzeigen

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