Sie sind hier: Home > Finanzen > Unternehmen >

50% mehr: Tui verbucht starken Zuwachs von Türkei-Buchungen

...

Tourismus-Krise vorbei?  

Türkei-Buchungen legen laut Tui stark zu

13.02.2018, 21:50 Uhr | as, dpa

50% mehr: Tui verbucht starken Zuwachs von Türkei-Buchungen. Aktionäre und Besucher kommen bei der Hauptversammlung der TUI AG: Reiseanbieter verbucht Anstieg der Buchungen in die Türkei (Quelle: dpa/Julian Stratenschulte)

Aktionäre und Besucher kommen bei der Hauptversammlung der TUI AG: Reiseanbieter verbucht Anstieg der Buchungen in die Türkei (Quelle: Julian Stratenschulte/dpa)

Tui konnte einen deutlichen Zuwachs an Buchungen in die Türkei verzeichnen. Außerdem veröffentlichte der Reiseanbieter in Hannover die Zahlen des letzten Geschäftsjahres.

Kräftige Zuwächse bei den Sommerbuchungen für die Türkei und andere Länder sorgen für gute Stimmung beim weltgrößten Reisekonzern. "In Deutschland liegen die Türkei-Buchungen derzeit 50 Prozent höher als im Vorjahr", sagte Vorstandschef Fritz Joussen vor der Hauptversammlung in Hannover. Das sei eine "starke Zahl" nach dem schmerzhaften Einbruch nach den Terroranschlägen vor zwei Jahren. Tui baut das Türkei-Angebot ab Deutschland nun kräftig aus und hat für Mai bis Oktober 100 000 Flugtickets zusätzlich ins Angebot aufgenommen.

Generell mehr Buchungen als letztes Jahr

Über alle Herkunfts- und Urlaubsländer der Reisenden hinweg liegen die Buchungen für den Sommer bei Tui derzeit um sechs Prozent höher als 2017. Bei den Umsätzen für den bevorstehenden Sommer beläuft sich das Plus sogar auf acht Prozent.

Auch der Start ins Geschäftsjahr 2017/2018 gelang der Tui besser als zuletzt. Der saisontypische Verlust unter dem Strich verringerte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 15 Prozent auf 99,6 Millionen Euro. Der Umsatz legte um 8 Prozent auf 3,5 Milliarden Euro zu. Reiseveranstalter schreiben im reiseschwachen Winter meist rote Zahlen. Ihre Gewinne fahren sie in der Hauptreisezeit im Sommer ein.

Hotelverkauf bringt Gewinn

Dass der Quartalsverlust sank, verdankte Tui besonders der Hotelsparte. Der lukrative Verkauf von drei Hotels der Riu-Kette ließ den operativen Gewinn des Bereichs um mehr als 90 Prozent steigen. Dabei baut der Konzern sein eigenes Hotelgeschäft weiter aus. Im abgelaufenen Quartal eröffnete er sieben Häuser, darunter ein Riu-Hotel und zwei Robinson Clubs.

Im Veranstaltergeschäft musste Tui hingegen einen operativen Verlust von 133 Millionen Euro hinnehmen. Ein Grund dafür waren Kosten für einen Markenwechsel in Großbritannien, wo der Tui-Konzern seine Reisen jetzt unter eigenem Namen statt unter der Traditionsmarke Thomson verkauft. Zudem zog die Pleite der Air-Berlin-Tochter Niki das Ergebnis um 20 Millionen Euro nach unten.

Verlust wegen Air-Berlin-Tochter

Tui hatte viele Jahre lang Flugzeuge samt Besatzung an die Air-Berlin-Tochter Niki verleast, doch die österreichische Airline konnte am Ende nicht mehr dafür bezahlen. Die derzeit elf Maschinen gehen nun für den konzerneigenen Ferienflieger Tuifly und die Lufthansa-Billigtochter Eurowings an den Start.

Derweil forciert Joussen die Digitalisierung des Geschäfts. Mithilfe von Software will Tui die Freizeitangebote wie Ausflüge für Kunden am Urlaubsort so personalisieren, dass der durchschnittliche Umsatz pro Reisendem von derzeit etwa 900 Euro auf 920 Euro steigt.

Daimler-Chef in Aufsichtsrat gewählt

Bei der Hauptversammlung in Hannover stellte sich die Tui-Führung zudem den Fragen der Aktionäre. Im abgelaufenen Geschäftsjahr bis Ende September 2017 war der operative Gewinn um mehr als ein Zehntel auf 1,1 Milliarden Euro gewachsen. Der Überschuss ging zwar um mehr als ein Drittel auf 645 Millionen Euro zurück. Allerdings hatte Tui ein Jahr zuvor beim Verkauf der Tochter Hotelbeds einen hohen Sondergewinn eingestrichen.

Für Diskussionen sorgte die geplante Wahl von Daimler-Chef Dieter Zetsche zum neuen Aufsichtsratschef. Nach Kritik von Aktionärsberatern will Amtsinhaber Klaus Mangold den Posten weiter besetzen, solange Zetsche diesen mit seinen Aufgaben bei Daimler nicht in Einklang bringen kann. Eigentlich war der Wechsel bei Tui für Oktober 2018 vorgesehen, Zetsches Vertrag bei Daimler läuft aber noch bis Ende 2019. Zetsche wurde mit 96,68 Prozent der Stimmen erstmals in das Aufsichtsgremium des Konzerns gewählt, er soll nun mittelfristig die Nachfolge Mangolds antreten.

Verwendete Quellen:
  • dpa

Liebe Leserinnen und Leser, leider können wir bei bestimmten Themen und bei erhöhtem Aufkommen die Kommentarfunktion nicht zur Verfügung stellen. Warum das so ist, erfahren Sie in einer Stellungnahme der Chefredaktion.

Aktuelle Leserdiskussionen und Kommentare finden Sie auf unserer Übersichtsseite.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
NIVEA PURE SKIN: Effektivere & sanfte Gesichtsreinigung
Starterkit versandkostenfrei bestellen auf NIVEA.de
Klingelbonprix.deOTTOCECILStreet OneLIDLBabistadouglas.deBAUR

shopping-portal
Das Unternehmen
  • Ströer Digital Publishing GmbH
  • Unternehmen
  • Jobs & Karriere
  • Presse
Weiteres
Netzwerk & Partner
  • Stayfriends
  • Erotik
  • Routenplaner
  • Horoskope
  • billiger.de
  • t-online.de Browser
  • Das Örtliche
  • DasTelefonbuch
  • Erotic Lounge
  • giga.de
  • erdbeerlounge.de
  • kino.de
Telekom Tarife
  • DSL
  • Telefonieren
  • Entertain
  • Mobilfunk-Tarife
  • Datentarife
  • Prepaid-Tarife
  • Magenta EINS
Telekom Produkte
  • Kundencenter
  • Magenta SmartHome
  • Telekom Sport
  • Freemail
  • Telekom Mail
  • Sicherheitspaket
  • Vertragsverlängerung Festnetz
  • Vertragsverlängerung Mobilfunk
  • Hilfe
© Ströer Digital Publishing GmbH 2018