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So zocken Hedgefonds an den Märkten

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"Enfants terribles" der Finanzbranche  

So zocken Hedgefonds an den Märkten

14.02.2018, 15:33 Uhr | Reuters

So zocken Hedgefonds an den Märkten. Aktienkurse: Manche Investoren setzen auf sogenannte Call-Optionen. Dabei sichern sie sich das Recht, ein Wertpapier an einem Stichtag zu einem festgelegten Preis zu kaufen. (Quelle: Getty Images/G0d4ather)

Aktienkurse: Manche Investoren setzen auf sogenannte Call-Optionen. Dabei sichern sie sich das Recht, ein Wertpapier an einem Stichtag zu einem festgelegten Preis zu kaufen. (Quelle: G0d4ather/Getty Images)

Der weltgrößte Hedgefonds Bridgewater wettet Milliarden auf Kursverluste bei europäischen Großkonzernen. Seit Ende Januar hat der Investor Leerverkaufspositionen gegen zahlreiche Dax-Konzerne aufgebaut, darunter Deutsche Bank, Allianz, BASF und Siemens.

Hedgefonds gelten als enfants terribles der Finanzbranche. Ihnen eilt der Ruf voraus, aus steigenden wie fallenden Kursen Kapital schlagen zu können. Da sie weniger stark reguliert sind als beispielsweise Pensionsfonds und häufig aggressive Wetten eingehen, sehen Kritiker in ihnen eine Gefahr für die Stabilität der weltweiten Finanzmärkte.

Das sind die von Hedgefonds häufig eingesetzten Handelsstrategien:

Short-Positionen: Wetten auf fallende Kurse

Eine Möglichkeit, von fallenden Kursen zu profitieren, ist der Kauf sogenannter Put-Optionen. Damit sichern sich Anleger das Recht, ein Wertpapier zu einem vereinbarten Zeitpunkt zu einem festgelegten Preis zu verkaufen. Fällt der Kurs, können sie sich billiger mit den Titeln eindecken und streichen die Differenz zum vereinbarten Verkaufspreis als Gewinn ein.

Manche Investoren setzen auf Leerverkäufe. Dabei verkaufen sie Wertpapiere, die sie sich zuvor gegen eine Gebühr leihen. Sinkt der Preis bis zum Rückgabedatum, können sie sich billiger mit den Titeln eindecken und streichen die Differenz ein. Steigt der Kurs dagegen, droht den Leerverkäufern Verlust.

Eine Variante dieser Strategie sind ungedeckte Leerverkäufe. Hierbei verkaufen Anleger Papiere, die sie gar nicht besitzen. Um ihren Lieferverpflichtungen nachzukommen, müssen sie diese daher dann am Markt in jedem Fall erwerben – unabhängig von der Kursentwicklung. Im Erfolgsfall ist der Gewinn höher, weil keine Leihgebühren für die Wertpapiere anfallen.

Während der Finanz- und der Schuldenkrise hatten Leerverkäufe die Talfahrt der Börsen beschleunigt. Ungedeckte Leerverkäufe sind seitdem europaweit verboten. Außerdem gibt es Meldepflichten für Leerverkäufe. Das soll für mehr Transparenz sorgen.

Long-Positionen: Wetten auf steigende Kurse

Die einfachste Art, auf steigende Kurse zu setzen, ist der Kauf des entsprechenden Wertpapiers.

Manche Investoren setzen auf sogenannte Call-Optionen. Dabei sichern sie sich das Recht, ein Wertpapier an einem Stichtag zu einem festgelegten Preis zu kaufen. Steigt der Kurs, können sie nach Fälligkeit des Kontrakts das Wertpapier verkaufen und streichen die Differenz zu dem in der Option vereinbarten Kaufpreis als Gewinn ein.

Verwendete Quellen:
  • Reuters


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