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Airbus verdreifacht Nettogewinn – "All unsere Ziele für 2017 übertroffen"

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"All unsere Ziele für 2017 übertroffen"  

Airbus verdreifacht Nettogewinn

15.02.2018, 13:07 Uhr | AFP, dpa

Airbus verdreifacht Nettogewinn – "All unsere Ziele für 2017 übertroffen". Airbus A380 (Quelle: Getty Images/iwikoz6)

Airbus A380: Trotz verschiedener Probleme kann der Flugzeugbauer seinen Nettogewinn verdreifachen. (Quelle: iwikoz6/Getty Images)

Der europäische Flugzeugbauer Airbus hat seinen Nettogewinn fast verdreifacht: Im vergangenen Jahr stieg er auf 2,87 Milliarden Euro, wie das Unternehmen mitteilt. Vor allem die Rekordlieferungen beim Mittelstreckenflugzeug Airbus A320 hätten sich positiv ausgewirkt, erklärt Konzernchef Tom Enders.

"Dank unserer sehr guten operativen Ergebnisse – insbesondere im letzten Quartal – haben wir all unsere Ziele für 2017 übertroffen", betont Enders. Airbus habe eine "Rekordzahl von Flugzeugen" der spritsparenden Reihe A320neo ausgeliefert – und das trotz anhaltender Schwierigkeiten bei den Triebwerken.

Erst am Wochenende hatte der Konzern neue Komplikationen bei den Motoren des A320neo eingeräumt. Die europäische Luftsicherheitsbehörde EASA berichtete von mehreren Fällen, in denen "Triebwerke während des Fluges plötzlich zum Stillstand gekommen seien" oder in denen Starts abgebrochen worden seien.

Betroffen sind 32 ausgelieferte Flugzeuge mit Triebwerken des Herstellers Pratt & Whitney – bei einem Drittel davon geht es um beide Motoren. Dem Triebwerksbauer tritt Airbus schon seit 2016 auf die Füße, weil die Lösung von Hitze- und Softwareproblemen an den Triebwerken die Auslieferung vieler Jets verzögerte. Dadurch wackelten Airbus' Auslieferungsziele 2017 bis kurz vor Jahresende, auch derzeit stehen rund 30 praktisch fertige Maschinen ohne Antriebe auf dem Hof.

Neben den Triebwerken von P&W habe es auch beim Konkurrenzantrieb des Herstellers CFM teilweise Probleme bei der Einsatzreife gegeben, heißt es. Dennoch hatte Airbus im vergangen Jahr mit 718 ausgelieferten Verkehrsmaschinen einen neuen Firmenrekord aufgestellt – auch wenn der amerikanische Erzrivale Boeing weiter die Nase vorn hat.

Der Umsatz von Airbus blieb stabil bei 66,8 Milliarden Euro. Seinen Anteilseignern will der Konzern für 2017 eine Dividende von 1,50 Euro pro Aktie zahlen.

Probleme beim A400M kostet Konzern hohe Summe

Die Dauerprobleme beim Militär-Transportflugzeug A400M haben den Luftfahrt- und Rüstungskonzern Airbus zudem eine weitere Milliardensumme gekostet. Vorstandschef Tom Enders hofft, das traurige Kapitel mit den nun zur Seite gelegten 1,3 Milliarden Euro finanziell weitgehend abzuschließen. 

Beim A400M-Programm ist Airbus zuversichtlich, die verbleibenden Risiken für das Unternehmen durch eine Vertragsanpassung mit Deutschland und den anderen Käuferstaaten deutlich zu reduzieren. Eine entsprechende Absichtserklärung, unter anderem den Zeitplan für die Auslieferungen anzupassen, war kürzlich unterzeichnet worden.

Die A400M gilt als modernstes militärisches Transportflugzeug der Welt, hatte aber in den vergangenen Jahren immer wieder Probleme gemacht. Flugzeuge wurden später ausgeliefert als vereinbart, was zu Vertragsstrafen führt. Enders hatte dafür neben Technikärger auch eine "unrealistische Vertragsgestaltung sowie ein unzureichendes Budget" verantwortlich gemacht und die Käufer zu Zugeständnissen gedrängt.

Gewinnsprung resultiert aus verringerten Problemen

Der Gewinnsprung in 2017 erklärt sich auch dadurch, dass Airbus im Jahr davor noch stärker unter den A400M-Problemen gelitten hatte – damals wurden Sonderbelastungen von 2,2 Milliarden Euro verbucht. Zudem profitierte der Konzern im vergangenen Jahr vom Verkauf seines Verteidigungselektronik-Geschäfts.

Der Konzern steckt in turbulenten Zeiten: Korruptionsermittlungen in Großbritannien und Frankreich haben den Flugzeugbauer erschüttert. Zudem wird das Top-Management umgebaut, Konzernchef Enders scheidet im Frühjahr 2019 aus. Verkehrsflugzeugchef Fabrice Brégier, die Nummer zwei des Konzerns, übergibt seinen Job schon in diesem Monat an den bisherigen Chef der Hubschrauber-Sparte, Guillaume Faury.

Verwendete Quellen:
  • dpa, AFP

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