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Audi-Boss Stadler soll nicht abgelöst werden


VW-Chef dementiert Bericht  

Audi-Boss Stadler soll nicht abgelöst werden

16.02.2018, 11:16 Uhr | rtr

Audi-Boss Stadler soll nicht abgelöst werden. Rupert Stadler auf der Frankfurt Auto Show 2017 (Quelle: Getty Images/Thomas Lohnes)

Audi-Chef Rupert Stadler: Gerüchten zufolge soll Stadler im April seinen Posten räumen. (Quelle: Thomas Lohnes/Getty Images)

Für Rupert Stadler sind die Tage als Audi-Chef offenbar noch nicht gezählt. Nachdem die "Bild" über ein baldiges Aus Stadlers spekuliert hatte, weist der Chef des Mutterkonzerns VW die Gerüchte zurück.

VW-Chef Matthias Müller hat einen Zeitungsbericht über die bevorstehende Ablösung von Audi-Boss Rupert Stadler dementiert. Müller, der den Aufsichtsrat des Ingolstädter Oberklasse-Autobauers leitet, schrieb an die Mitarbeiter: "Geben Sie bitte nichts auf über Medien gestreute Personalspekulationen, die jeder Grundlage entbehren." Die "Bild" berichtete, Stadler solle im April als Audi-Chef gehen und als Finanzchef in den VW-Konzernvorstand wechseln.

Favorit für die Nachfolge in Ingolstadt sei der frühere Chef einer anderen VW-Tochter: Winfried Vahland von Skoda. Auch BMW-Entwicklungschef Klaus Fröhlich sei eine Alternative. Über das bevorstehende Aus von Stadler bei Audi wird seit Bekanntwerden der Dieselaffäre 2015 immer wieder spekuliert. VW-Chef Müller schrieb, Audi brauche "die volle Konzentration seines Managements und der gesamten Belegschaft unter der bewährten Führung von Rupert Stadler". 

Spekulationen über Aus dauern an

Der 54-jährige Stadler, der Audi seit 2007 führt, steht seit Bekanntwerden der Abgasaffäre und Audis Verwicklung darin enorm unter Druck. Kritiker werfen ihm vor, dass er bei der Aufarbeitung des Skandals eine unglückliche Figur abgebe. Über sein bevorstehendes Aus wird immer wieder öffentlich spekuliert.

Zuletzt sorgte der einst erfolgsverwöhnte Oberklasse-Autobauer erneut für negative Schlagzeilen, als die Staatsanwaltschaft zu zwei Razzien ausrückte. Die Ermittler hatten bereits Anfang 2017 die Konzernzentrale in Ingolstadt durchsucht. Stadler selbst blieb dabei unbehelligt. Auch bei internen Untersuchungen wurde Insidern zufolge kein belastendes Material gegen den Manager gefunden.

Stadler selbst betonte in der Vergangenheit, er wolle Audi aus der Krise führen und wieder nach vorne bringen. Weil neben dem Dieselskandal auch hausgemachte Probleme die Marke mit den vier Ringen hinter die Konkurrenz hatten zurückfallen lassen, wurde im Sommer 2017 der halbe Vorstand ausgetauscht. Stadler blieb aber im Amt – Aufsichtsrat Wolfgang Porsche als Vertreter der Eigentümerfamilien stärkte ihm damals öffentlich den Rücken. 

Verwendete Quellen:
  • Reuters

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