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Carsharing: Daimler übernimmt Car2Go komplett – folgt DriveNow-Fusion?


Bewegung auf dem Carsharing-Markt  

Daimler übernimmt Car2Go komplett – Fusionsgerüchte um DriveNow

01.03.2018, 13:38 Uhr | AFP, rtr, dpa, sm

Carsharing: Daimler übernimmt Car2Go komplett – folgt DriveNow-Fusion?. Smart von Car2go: Der Daimler-Konzern hat die restlichen Anteile an seiner Carsharing-Tochter Car2Go komplett von der Autovermietung Europcar übernommen. (Quelle: dpa/Rolf Vennenbernd)

Smart von Car2go: Der Daimler-Konzern hat die restlichen Anteile an seiner Carsharing-Tochter Car2Go komplett von der Autovermietung Europcar übernommen. (Quelle: Rolf Vennenbernd/dpa)

Der Autokonzern Daimler ist nun alleiniger Besitzer der Carsharing-Firma car2go. Der bisherige Partner Europcar verkaufte seinen 25-Prozent-Anteil für 70 Millionen Euro. Damit könnte der Weg für eine mögliche Fusion mit der BMW-Tochter DriveNow geebnet sein.

Der Carsharing-Dienst car2go war 2008 von den beiden Konzernen gegründet worden, von Anfang an hatte Daimler DAIMLER AG NA O.N. Aktie drei Viertel gehalten, der Rest gehörte den Franzosen. "In den letzten Monaten haben wir mit gezielten Investitionen in Mobilitätsdienste unser Portfolio erweitert", sagt Jörg Lamparter, bei Daimler zuständig für Mobilitätsdienste. Mit der kompletten Übernahme von car2go folge man nun dieser Strategie.

Entsteht ein neuer Carsharing-Riese?

In der Branche wird derzeit über die Gründung eines Carsharing-Riesen spekuliert. Ein hochrangiger Automanager hatte vor gut einem Monat gesagt, dass BMW BAY.MOTOREN WERKE AG ST Aktie und Daimler ihre Carsharing-Dienste zusammenlegen wollen. Gespräche über eine Fusion der Töchter seien kurz vor dem Abschluss. BMW bringe seine Töchter Drive Now und Park Now, Daimler sein Car2Go-Geschäft in die gemeinsame Firma ein. BMW hatte Ende Januar bekanntgegeben, vom Autovermieter Sixt SIXT SE ST O.N. Aktie dessen Anteile an der Carsharing-Firma DriveNow zu übernehmen. Sixt hat inzwischen ein Konkurrenzangebot angekündigt, lässt Details aber noch offen.

Dienstleistungen rund ums Auto werden interessanter

Viele Autobauer wollen weg vom reinen Verkauf von Fahrzeugen hin zum Angebot von Dienstleistungen rund ums Auto. Carsharing verzeichnete in den vergangenen Jahren starken Zulauf; allerdings verdienen die Firmen bisher kaum etwas an der auf Minuten genau abgerechneten Kurzzeitmiete. Jedoch sehen Autobauer in dem Service einen Einstieg für potenzielle Kunden.

Car2Go ist heute an 26 Standorten präsent und hat weltweit mehr als drei Millionen Kunden. An drei der Standorte – Stuttgart, Amsterdam und Madrid – stehen auch Elektroautos zur Verfügung. DriveNow hatte europaweit zuletzt eine Million Kunden. Carsharing gilt als wichtiges Zukunftsfeld im Wettbewerb der Autobauer mit Internet-Plattformen wie Google oder Uber.
 

Verwendete Quellen:
  • AFP
  • Reuters
  • dpa
  • weitere Quellen
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