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Paketflut steigert Gewinn der Deutschen Post – Dividende steigt

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Dividende steigt  

Paketflut steigert Gewinn der Deutschen Post

07.03.2018, 12:35 Uhr | dpa

Paketflut steigert Gewinn der Deutschen Post – Dividende steigt. Eine Mitarbeiterin der Deutschen Post sortiert Großbriefe im Briefzentrum: Im letzten Jahr hat die Deutsche Post kräftige Gewinne eingestrichen. (Quelle: dpa/Jan Woitas)

Eine Mitarbeiterin der Deutschen Post sortiert Großbriefe im Briefzentrum: Im letzten Jahr hat die Deutsche Post kräftige Gewinne eingestrichen. (Quelle: Jan Woitas/dpa)

Die Paketflut und das boomende Expressgeschäft haben der Deutschen Post 2017 einen Gewinnschub gebracht. Auch für 2018 rechnen Fachleute mit einem ähnlichen Erfolg.

Analysten zufolge dürfte dem Management um Vorstandschef Frank Appel der angepeilte operative Gewinn (Ebit) von 3,75 Milliarden Euro in etwa gelungen sein. Für 2018 erwarten Experten eine ähnlich starke Steigerung. Die vom Vorstand ausgegebenen Mittelfristziele für 2020 halten sie aber für schwer erreichbar. Wenn der Dax-Konzern an diesem Mittwoch seine Jahresbilanz vorlegt, können sich die Aktionäre allerdings auf eine steigende Dividende freuen.

Die von der Nachrichtenagentur Bloomberg bis Freitag befragten Branchenexperten rechnen für 2017 im Schnitt mit einem Anstieg des operativen Gewinns um gut acht Prozent auf 3,77 Milliarden Euro. Der Umsatz dürfte um sechs Prozent auf 60,8 Milliarden Euro gestiegen sein. Unter dem Strich gehen sie von einem Überschuss von 2,8 Milliarden Euro aus, fast sieben Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Die Dividende dürfte der Konzern von 1,05 auf etwa 1,12 Euro erhöhen.

Steigende Lohnkosten könnten nächsten Gewinnschub dämpfen

Ab dem kommenden Herbst dürfte die Post allerdings steigende Lohnkosten für ihre Beschäftigten in Deutschland zu schultern haben. Nachdem die Gewerkschaft Verdi eine Erhöhung um sechs Prozent gefordert hat, bot der Konzern vor wenigen Tagen eine Erhöhung um 3 Prozent ab 1. Oktober 2018 und weitere 2,1 Prozent ein Jahr später an. Verdi will vor einem Abschluss erst die eigenen Mitglieder befragen.

Jedes Prozent Lohnerhöhung in Deutschland koste die Post voraussichtlich 60 bis 70 Millionen Euro, schätzt Analyst Matija Gergolet von Goldman Sachs. Allerdings könne die Post dies voraussichtlich mit Produktivitätssteigerungen auffangen.

Analysten gehen daher davon aus, dass der Konzern seinen operativen Gewinn 2018 um weitere neun Prozent auf 4,1 Milliarden Euro steigert. Neben dem Paketgeschäft in Deutschland und Europa, das die seit Jahren schrumpfenden Briefmengen kompensiert, treibt seit Jahren vor allem die Sparte DHL Express den Gewinn des Konzerns nach oben. An deren zeitkritischen internationalen Sendungen verdient der Konzern besonders gut. Auch im länger kriselnden DHL-Frachtgeschäft und der Lieferkettenlogistik hatte es zuletzt wieder Lichtblicke gegeben.

Post hält an Zielen für 2020 fest

Dass der Vorstand – wie es seinen vor Jahren ausgegebenen Mittelfristzielen entspricht – den operativen Gewinn der Post bis zum Jahr 2020 auf rund 4,9 Milliarden Euro nach oben treibt, halten Analysten hingegen für wenig realistisch. Im Schnitt gingen sie zuletzt von 4,55 Milliarden Euro aus. Die Post-Führung hatte ihre Ziele für 2020 allerdings auch im abgelaufenen Jahr wieder bekräftigt.

Für die Aktie der Deutschen Post war es nach einem guten Jahr 2017 zuletzt merklich abwärts gegangen. Seit Anfang 2018 hat sie in einem insgesamt schwachen Markt kräftig an Wert eingebüßt. Allerdings ist sie noch immer deutlich mehr wert als vor einem Jahr – und mehr als doppelt so viel wie vor fünf Jahren. Rund 60 Prozent der von Bloomberg befragten Analysten empfehlen die Aktie daher zum Kauf. Auch Goldman-Analyst Gergolet sieht den derzeit vergleichsweise niedrigen Kurs als Gelegenheit einzusteigen.

Verwendete Quellen:
  • dpa

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