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Banken investieren deutlich mehr in Atomwaffenfirmen

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Umstrittene Geschäfte  

Banken investieren deutlich mehr in Atomwaffenfirmen

07.03.2018, 13:32 Uhr | rtr

Banken investieren deutlich mehr in Atomwaffenfirmen. Die Führungsgruppe der Internationalen Kampagne zur atomaren Abrüstung (ICAN) auf einer Pressekonferenz: Eine Untersuchung der ICAN hat ergeben, dass Investoren 2017 mehr Geld in Atomwaffen investierten. (Archivbild) (Quelle: dpa/Martial Trezzini/KEYSTONE)

Die Führungsgruppe der Internationalen Kampagne zur atomaren Abrüstung (ICAN) auf einer Pressekonferenz: Eine Untersuchung der ICAN hat ergeben, dass Investoren 2017 mehr Geld in Atomwaffen investierten. (Archivbild) (Quelle: Martial Trezzini/KEYSTONE/dpa)

Mit Waffen lassen sich lukrative Geschäfte machen, das wissen vor allem auch die Banken. Sie legten im vergangenen Jahr deutlich mehr Geld bei Produzenten von Atomwaffen an. 

Investitionen von Banken und Fonds in die Produzenten von Atomwaffen haben 2017 einer Studie zufolge um 18 Prozent zugenommen. 525 Milliarden Dollar flossen in den umstrittenen Industriezweig. Die hohen Geldbeträge landeten bei Konzernen wie Boeing, Lockheed Martin, Northrop Grumman oder General Dynamics, wie eine Untersuchung der Internationalen Kampagne zur Abschaffung von Atomwaffen (ICAN) zeigt.

Ingesamt hätten 329 Banken, Versicherungen, Pensionsfonds und Vermögensverwalter aus 24 Ländern signifikant Geld in die 20 größten Unternehmen gepumpt, die an der Produktion von Atomwaffen beteiligt sind. Von den zehn größten Investoren stammen alle aus den USA, angeführt von Blackrock, Capital Group und Vanguard.

Nur wenige Verweigerer unter Großinvestoren

Die Deutsche Bank, die in dem ICAN-Bericht ebenfalls genannt wird, verweist in einer Stellungnahme dazu auf ihre Geschäftsbeziehungen mit multinationalen Mischkonzernen: "Wenn mit diesen Geschäftsbeziehungen eingegangen werden, achten wir streng darauf, dass diese ausschließlich mit Bereichen des Konzerns erfolgen, die nichts mit ABC-Waffen sowie mit Streumunition, Landminen etc. zu tun haben." Unter ABC-Waffen fallen neben atomaren auch biologische und chemische Kampfstoffe.

Zugleich schlossen 2017 dem Bericht zufolge 22 Investoren jegliche finanzielle Beteiligung an Atomwaffen-Herstellern aus, während es 2016 noch 18 waren. Zu den neuen Verweigerern gehören der staatliche Pensionsfonds Norwegens, Future Super aus Australien, Green Century aus den USA und die dänische MP Pension.

Der Bericht untersuchte die Beteiligung von Firmen in die Produktion von Komponenten für das Atomwaffen-Arsenal der USA, Frankreichs, Indiens und Großbritanniens. Die Instandhaltung und Modernisierung der Atomwaffen von China, Nordkorea, Israel, Pakistan und Russland wird dem Bericht zufolge nicht von Privatfirmen, sondern fast komplett von der jeweiligen Regierung übernommen.

Verwendete Quellen:
  • Reuters

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