Wirtschaft

Aktien New York: Dow Jones schwächelt etwas vor Trumps Zoll-Ankündigungen

08.03.2018, 20:32 Uhr | dpa-AFX

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NEW YORK (dpa-AFX) - Anderthalb Stunden vor den erwarteten offiziellen Ankündigungen Donald Trumps zu Strafzöllen auf Stahl- und Aluminium-Importe haben die Anleger an der Wall Street etwas Nervosität gezeigt. Insgesamt hielten sich die Kursausschläge aber in Grenzen, da der US-Präsident seine Drohungen schon vorab etwas relativiert hatte. Demnach könnten die Nachbarländer Mexiko und Kanada für eine bestimmte Frist von den Strafzöllen befreit werden; auch anderen Ländern wie etwa Australien winken Erleichterungen. Zudem sprachen sich über 100 Abgeordnete des US-Repräsentantenhauses aus Trumps republikanischer Partei in einem Brief gegen die Strafzoll-Pläne aus.

Zuletzt gab der freundlich gestartete Dow Jones Industrial um 0,14 Prozent auf 24 765,65 Punkte nach. Bereits am Mittwoch hatte der drohende Handelskonflikt seinen Schrecken etwas verloren, so dass der New Yorker Leitindex seine zwischenzeitlich deutlichen Verluste sichtbar eingedämmt hatte. Der marktbreite S&P-500-Index gewann am Donnerstag 0,03 Prozent auf 2727,50 Punkte und der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 stieg um 0,21 Prozent auf 6943,90 Zähler.

Auch seitens der US-Notenbank (Fed) kam Schützenhilfe für die Finanzmärkte. Einem Fed-Mitglied zufolge könnte es weniger Zinsanhebungen in diesem Jahr geben, sollte es zu negativen konjunkturellen Effekten durch Importzölle und Handelsschranken kommen.

Unterdessen tasten sich Europas Währungshüter an einen Ausstieg aus ihrer ultralockeren Geldpolitik heran. Bei der Zinsentscheidung am Donnerstag in Frankfurt verzichtete die Europäische Zentralbank (EZB) auf die zuletzt übliche Formulierung, dass die Notenbank ihre milliardenschweren Anleihekäufe ausweiten könnte, sollten sich die Rahmenbedingungen verschlechtern. Volkswirte werten das als Signal zur Vorbereitung der Finanzmärkte auf ein Ende der Geldflut. Den Leitzins im Euroraum beließ der EZB-Rat wie erwartet auf dem Rekordtief von null Prozent.

Im Fokus der Anleger stand ansonsten eine Milliarden-Übernahme im US-Gesundheitssektor. Die Aktien des auf Preisverhandlungen spezialisierten Gesundheits-Dienstleisters Express Scripts sprangen dank einer Übernahmeofferte von Cigna um knapp 9 Prozent auf 79,94 US-Dollar hoch. Der Krankenversicherer will Express Scripts für insgesamt 67 Milliarden Dollar schlucken. Cigna-Titel verloren über 11 Prozent.

Bei American Eagle Outfitters stand trotz guter Zahlen für das abgelaufene Quartal und eines erfreulichen Gewinnausblicks des Modekonzerns auf das laufende Quartal ein Kursrutsch von gut neuneinhalb Prozent auf 18,63 Dollar zu Buche. Am Mittwoch hatten die Aktien allerdings bei 20,83 Dollar noch den höchsten Stand seit Mai 2013 erreicht - nun versilberten die Aktionäre offenbar die aufgelaufenen Kursgewinne.

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