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Strombranche: Eon soll RWE-Tochter Innogy übernehmen


Neuordnung in der Strombranche  

Eon soll RWE-Tochter Innogy übernehmen

11.03.2018, 18:02 Uhr | dpa

Strombranche: Eon soll RWE-Tochter Innogy übernehmen. Das Logo der bisherigen RWE-Tochterfirma Innogy: Eon und RWE haben sich auf eine Neuordnung ihrer Geschäfte geeignet, Innogy soll jetzt an Eon gehen. (Quelle: Reuters/Thilo Schmuelgen)

Das Logo der bisherigen RWE-Tochterfirma Innogy: Eon und RWE haben sich auf eine Neuordnung ihrer Geschäfte geeignet, Innogy soll jetzt an Eon gehen. (Quelle: Thilo Schmuelgen/Reuters)

Auf dem Strommarkt in Deutschland sollen die Karten neu verteilt werden. Die Energieriesen Eon und RWE haben sich auf einen Megadeal geeinigt. Die RWE-Tochter Innogy soll zerschlagen werden.

In der deutschen Energiebranche bahnt sich eine spektakuläre Neuordnung an. Die beiden Energieriesen Eon und RWE wollen ihre Geschäfte komplett neu aufteilen. Eon will die RWE-Ökostrom- und Netztochter Innogy übernehmen und im Gegenzug den langjährigen Konkurrenten RWE am eigenen Unternehmen beteiligen.

Die am Sonntag von beiden Konzernen überraschend veröffentlichte Vereinbarung sieht im Kern vor, dass Eon das lukrative Netzgeschäft von Innogy erhält, während die erneuerbaren Energien unter dem Dach von RWE vereint werden sollen. Innogy würde damit zerschlagen.

RWE hatte das eigene Geschäft mit erneuerbaren Energien, dem Vertrieb und dem Netz erst im Oktober 2016 unter dem Namen Innogy an die Börse gebracht. Seitdem hält RWE noch knapp 76,8 Prozent an Innogy. RWE behielt die konventionellen Großkraftwerke und den Strom-Großhandel.

RWE kümmert sich um den Ökostrom

Durch den Deal mit Eon sollen die Erneuerbaren jetzt zu RWE zurückkehren. Zudem soll RWE das bisherige Eon-Geschäft mit den Ökoenergien übernehmen. Eon würde im Gegenzug zu einem Unternehmen, das sich ganz auf die Energienetze und das Endkundengeschäft konzentriert, wie es in der Mitteilung heißt. Die Stromnetze sind schon jetzt der verlässlichste Gewinnbringer von Eon, zuletzt steuerten sie rund 65 Prozent der Erträge bei.

Der Vereinbarung zufolge soll RWE für den Verkauf von Innogy eine Beteiligung an Eon in Höhe von knapp 17,7 Prozent erhalten. RWE würde damit der größte Einzelaktionär von Eon. An RWE sollen zudem Innogys Gasspeichergeschäft und die Beteiligung am österreichischen Energieversorger Kelag gehen.

Den übrigen Innogy-Aktionären will Eon ein freiwilliges Übernahmeangebot mit einem Gesamtwert von 40 Euro je Aktie unterbreiten. Noch müssen die Gremien beider Konzerne und die Kartellbehörden die Vereinbarung zwischen Eon und RWE genehmigen.

Noch kürzlich versicherte RWE, Innogy nicht zu verkaufen

Über einen Verkauf von Innogy gab es in den vergangenen Monaten wiederholt Spekulationen. Noch vor einer Aufsichtsratssitzung am vergangenen Dienstag hatte das Unternehmen versichert, es würden bei dem Treffen "keine wie auch immer gearteten Szenarien in Bezug auf einen Verkauf des Unternehmens behandelt". Innogy hat rund 44.000 Mitarbeiter und wurde an der Börse zuletzt mit etwa 20 Milliarden Euro bewertet.

Der bislang wichtigste Gewinnbringer von RWE steht seit geraumer Zeit unter Druck. Wegen andauernder Probleme auf dem britischen Markt musste Innogy die Gewinnprognose für 2017 kappen. Nach einem Absturz des Börsenkurses räumte Vorstandschef Peter Terium seinen Posten. Der Aufsichtsrat um den Mehrheitseigentümer RWE mahnte Kostendiszplin und eine fokussierte Investitionsstrategie an. Seitdem führt Personalvorstand Uwe Tigges kommissarisch den Vorstand.

Der Innogy-Finanzvorstand schwebte nach einer Säureattacke in Lebensgefahr

Innogy-Finanzvorstand Bernhard Günther war am Sonntag vergangener Woche Opfer einer Säureattacke geworden. Unbekannte hatten ihn angegriffen und zu Boden geworfen. Sie schütteten ihm Säure ins Gesicht und verschwanden. Günther erlitt schwerste Verletzungen und schwebte zeitweise in Lebensgefahr.

Verwendete Quellen:
  • dpa

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