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Wirtschaft - G20/US-Zollstreit: Scholz reagiert zurückhaltend auf Altmaier-Optimismus

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Wirtschaft  

G20/US-Zollstreit: Scholz reagiert zurückhaltend auf Altmaier-Optimismus

19.03.2018, 21:49 Uhr | dpa-AFX

BUENOS AIRES (dpa-AFX) - Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) hat zurückhaltend reagiert auf den Optimismus von Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU), den Streit um US-Strafzölle bald zu lösen. "Wichtig ist, dass wir miteinander reden", sagte Scholz am Montag am Rande eines G20-Treffens in Buenos Aires, wo er sich auch mit US-Finanzminister Steven Mnuchin traf. Ob er - wie Altmaier - optimistischer sei als noch vor einigen Tagen, wollte Scholz nicht sagen. "Wir müssen dafür sorgen, dass jetzt nicht Protektionismus die Landschaft der Welt bestimmt, sondern dass das weiter offene Märkte sind."

Bundesbankchef Jens Weidmann warnte in Buenos Aires vor dem Risiko eines Handelskriegs und negativen Folgen für den konjunkturellen Aufschwung. "Es ist klar, dass eine solche Eskalation am Ende nur Verlierer kennen würde", betonte er. "Insofern war die vorherrschende Meinung, dass Konflikte im bestehenden regelbasierten Handelssystem gelöst werden sollen." Scholz sagte, er sei zuversichtlich, dass man in dem für Dienstag geplanten Abschlusskommuniqué anknüpfen werde an frühere G20-Erklärungen, die sich wie beim Gipfel in Hamburg 2017 gegen Protektionsmus und für freien, fairen Handel ausgesprochen hatten.

Altmaier warb parallel in Washington für eine Abkehr von den Plänen und sah nach einem Gespräch mit seinem US-Kollegen Wilbur Ross Möglichkeiten für eine Lösung im Streit um Zölle auf Stahl und Aluminium. "Wir haben beide den Eindruck gewonnen, Secretary Ross und ich, dass es in dieser Woche entscheidende Gespräche geben wird und dass es möglich ist, zu einer Lösung zu kommen, die ein Abgleiten in einen schweren Handelskonflikt noch verhindern kann", sagte Altmaier.

Der Besuch in Washington ist Teil einer konzertierten Aktion der Europäer, die kurz vor dem für Freitag geplanten Inkrafttreten der Zölle in Höhe von 25 Prozent auf Stahleinfuhren und 10 Prozent auf Aluminiumimporte noch Ausnahmen für die EU-Länder erwirken wollen.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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