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Wirtschaft - Aktien New York Schluss: Massive Verluste - Angst vor Handelskrieg

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Wirtschaft  

Aktien New York Schluss: Massive Verluste - Angst vor Handelskrieg

22.03.2018, 22:12 Uhr | dpa-AFX

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Angst vor einer Eskalation im Handelskonflikt zwischen den USA und China hat die US-Aktienmärkte am Donnerstag unter massiven Verkaufsdruck gesetzt. Während die Europäische Union eine Befreiung von erhöhten US-Einfuhrzöllen auf Stahl und Aluminium nur wenige Stunden vor deren Inkrafttreten erreicht hatte, verschärften sich die Spannungen mit China: Präsident Donald Trump kündigte ein Strafmaßnahmen-Paket gegen das Reich der Mitte im Volumen von etwa 60 Milliarden US-Dollar an.

Der Dow Jones Industrial sackte im späten Handel nochmal merklich ab und fiel erstmals seit sechs Wochen wieder unter die Marke von 24 000 Zählern. Letztlich verlor der US-Leitindex mehr als 700 Punkte oder 2,93 Prozent auf 23 957,89 Punkte. Es war dies auch gleichzeitig der höchste Tagesverlust seit sechs Wochen.

Der breit gefasste S&P 500 sackte am Donnerstag um 2,52 Prozent auf 2643,69 Zähler ab. Der technologielastige Nasdaq 100 büßte 2,50 Prozent auf 6682,26 Punkte ein.

Trump warf China unfaire Handelspraktiken und den Diebstahl geistigen Eigentums vor. Er sagte, man sei mit China in Verhandlungen, schreite aber in der Zwischenzeit voran. Das Handelsdefizit mit China werde sich durch die Maßnahmen sofort um 100 Milliarden US-Dollar reduzieren. Die Zeiten seien vorbei, in denen China auf Kosten der USA wirtschafte.

Die parteinahe chinesische Zeitung "China Daily" hatte schon vor Trumps Ankündigung den Rest der Welt dazu aufgefordert, gegen die USA zusammenzustehen. "Da die Vereinigten Staaten ihren Kurs nicht zu korrigieren scheinen, sollten andere Länder aufhören zu hoffen, dass ihnen protektionistische Schüsse (durch die USA) erspart bleiben", schrieb sie.

Der Datenskandal bei Facebook scheint an der Börse noch nicht ausgestanden zu sein: Der Kurs der Internet-Kontaktplattform gab nach einer Stabilisierung am Vortag um weitere 2,7 Prozent nach. Damit summiert sich das Kursminus in dieser Woche bereits auf rund 11 Prozent. Konzernchef Mark Zuckerberg hatte am Mittwoch Fehler eingestanden und Besserung gelobt. Doch für die Politik ist der Fall damit noch lange nicht abgeschlossen: Sie fordert immer lauter eine schärfere Aufsicht und härtere Strafen für Online-Plattformen.

Pfizer-Anteilscheine verloren 1,9 Prozent. Der Pharmakonzern hat offenbar Probleme, sein Geschäft mit rezeptfreien Medikamenten loszuwerden. Am späten Mittwochabend hatte der britische Konsumgüterkonzern Reckitt Benckiser mitgeteilt, entsprechende Gespräche beendet zu haben. Vor Wochen hatte die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet, Reckitt sei neben dem Pharmakonzern GlaxoSmithKline einziger Bieter für die Pfizer-Sparte gewesen.

Aktien der Restaurantkette Darden büßten knapp 8 Prozent ein, obwohl das Unternehmen die Ziele für das laufende Geschäftsjahr erhöht hatte. Allerdings lag das Umsatzplus im dritten Geschäftsquartal mit 2 Prozent unter der Konsensschätzung. Das Unternehmen betreibt in Nordamerika mehr als 1700 Restaurants.

Die Papiere von AbbVie sackten um 12,8 Prozent ab. Das Biopharma-Unternehmen wird bei der US-Gesundheitsbehörde FDA keine beschleunigte Zulassung für sein Lungenkrebs-Medikament Rova-T beantragen. Die Daten der jüngsten Phase-II-Studie hätten nicht die erhofften Ergebnisse gebracht, räumte ein Abbvie-Manager laut Pressemitteilung ein.

Der Eurokurs hat sein moderat niedrigeres Niveau aus dem europäischen Geschäft im US-Handel gehalten. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde zuletzt bei 1,2308 US-Dollar gehandelt. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,2316 (Mittwoch: 1,2286) Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,8120 (0,8139) Euro gekostet. Richtungweisende zehnjährige US-Staatsanleihen gewannen 16/32 Punkte auf 99 12/32 Punkte. Sie rentierten mit 2,82 Prozent.

Anmerkung der Redaktion: Diese Nachricht der Deutschen Presse-Agentur (dpa) ist Teil eines automatisierten Angebots, das auf unserer Webseite ausgespielt wird. Weder der Inhalt noch die Rechtschreibung wurden durch die t-online.de-Redaktion geprüft. Die dpa arbeitet aber streng nach journalistischen Standards. Sollten Sie dennoch Fehler entdecken, freuen wir uns über eine Rückmeldung. Herzlichen Dank!

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